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26. August 2010

Von Anfang an dem Bad verpflichtet

Eberhard Maier-Peveling spendet dem Kappler Freibadförderverein 5000 Euro für das Bad / Seit 80 Jahren Urlaub in Kappel.

  1. Eberhard Maier-Peveling (Mitte) übergibt zusammen mit Angehörigen seiner Familie eine Spende an Vertreter des Fördervereins. Foto: Privat

LENZKIRCH-KAPPEL (sb). Das Kappler Freibad gibt es mittlerweile seit 76 Jahren. Bei Einheimischen, aber auch bei vielen Urlaubern und Naherholungssuchenden ist es als Geheimtipp beliebt. Dass es das Bad überhaupt gibt, ist einem dieser Erholungssuchenden zu verdanken: Der Geologe Ottokar Maier-Peveling suchte 1934 einen geeigneten Platz, um die Idee von einem kleinen Badesee umzusetzen.

Mit dem Freibad ist die Familie immer noch eng verbunden: Eberhard Maier-Peveling, Sohn des Geologen, ist vor 80 Jahren zum ersten Mal nach Kappel gekommen. Mit einer 5000-Euro-Spende hat er jetzt einen Beitrag für den Erhalt des Bades geleistet.

Der Scheck lag schon einige Jahre bereit, erzählt die Vorsitzende des Schwimmbadfördervereins, Martina Faller. Die Bedingung sei aber die Gemeinnützigkeit gewesen und die wurde dem Verein im vergangenen Jahr anerkannt. Also kam jetzt der Spender mit seiner Tochter und seinen Enkeln am Samstag ins Bad, um den Scheck zu überreichen.

Nicht nur der Untergrund war an der Stelle besonders gut geeignet, um einen Badesee anzulegen, wissen die Verantwortlichen heute. Ottokar Maier-Peveling habe damals einen so besonderen Platz vorgeschlagen, dass sich Besucher aus Nah und Fern heute schnell in das kleine Bad verlieben.

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Nachdem Fremde eine Eintrittskarte bezahlt haben, würden sie oft staunend die Idylle und den besonderen Ausblick genießen, wissen die Ehrenamtlichen, die im Kiosk und am Beckenrand arbeiten. Gerne weisen sie die Gäste dann auch darauf hin, dass sie die Freude über das Bad auch schriftlich gegenüber der Gemeindeverwaltung kundtun, sagt Faller. Manch ein Lobbrief sei auch schon eingegangen, ergänzt sie erfreut.

So kommt es, dass die Begeisterung über Berichte in Zeitungen und Zeitschriften noch weitere getragen wird. In Mitarbeiterzeitungen finden sich Loblieder ebenso wie in bekannten Publikationen: Das aktuelle Schwarzwald-Themenheft der Zeitschrift Merian widmet dem Bad zum Beispiel besonders viel Platz.

Schon vor vielen Jahren hat die Familie Maier-Peveling ein Ferienhaus in Kappel gebaut, oft verbringen die Nachfahren des Bad-Initiators ihren Urlaub dort. Von der Begeisterung, die zu dieser engen Verbundenheit führte, können andere Urlauber aus erster Hand erfahren: Ottokars 16-Jährige Urenkel Marius arbeitet mittlerweile ehrenamtlich im Bad-Kiosk mit.

Autor: sb