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10. Februar 2012
Zwei treue Seelen sagen ade
Maria Beha und Franziska Nüssle sorgten für manche Lacher bei den Seniorennachmittagen.
LENZKIRCH. "Wow – das war toll. Wie viele Tage in der Woche übt ihr ? Acht?", wollte Clown Tinchen, (Andrea Wiest, Vorsitzende vom Frauenverein Lenzkirch) wissen. Ratlos blickten sich die Fünfjährigen um, suchten Blickkontakt zu ihrer Trainerin und antworteten dann ganz souverän, nachdem sie das Handzeichen richtig gedeutet hatten: "Einmal in der Woche."
Locker und entspannt ging es beim närrischen Seniorennachmittag in der Festhalle in Lenzkirch zu. Die Gemeinde hatte dazu die reifere Generation von Frauen und Männern eingeladen und für ein unterhaltsames Programm gesorgt.
Die Tische mit bunten Luftschlangen geschmückt, Kuchen und Torten in Hülle und Fülle standen bereit zum Verzehr, doch die Gäste kamen in diesem strengen Wintertag mit frostigen Temperaturen nicht wie sonst in Scharen. "Letztes Jahr hatten wir mehr als 250 Besucher, heute vielleicht nur 140. Das liegt nicht nur an der Kälte, auch die stellenweise Eis- und Schneeglätte fürchten wohl manche Senioren", glaubte Andrea Wiest.
Wer aber den Weg in die Festhalle gefunden hatte, der freute sich über ein unterhaltsames Programm, wieder vom Frauenverein zusammengestellt. Günter Merten sorgte mit seinem Keyboard in den kurzen Pausen für den nötigen musikalischen Schunkelschwung. Auf der Bühne eröffnete das Senioren-Handharmonika-Orchester "Junges Blut" den Nachmittag, der mit Tanz, Sport, Gesang und Sketchen abwechslungsreich war.
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Tinchen und Finchen (Brunhilde Bächle und Andrea Wiest) sorgten sich spöttisch um das Wohl des stellvertretenden Bürgermeisters Klaus Kerdraon, boten ihm warme Socken und lange Unterhosen an, doch der lehnte dankend ab, er sei bereits bestens ausgerüstet.
Mit einem weinenden Auge und einem dicken Blumenstrauß verabschiedete man sich von zwei treuen Seelen, die bisher das politische Treiben und wichtige Themen der Region mit Witz und Ironie stets gekonnt kommentierten. Maria Beha und Franziska Nüssle wollen kürzertreten, haben demzufolge nichts mehr Närrisches zu sagen, das bedauern viele.
Autor: Heidrun Simoneit
