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22. April 2009

integrative schulen

Andere wären stolz auf derartige "Pilotprojekte"

Gebannt haben selbst wir im hohen Norden den Rechtsstreit zur Frage, ob die Waldorfschule in Emmendingen integrativ unterrichten darf, verfolgt. Fazit: Die ganze Angelegenheit ist höchst peinlich für das Land Baden-Württemberg. Die erfolgreiche Arbeit der Schule wurde nie bestritten, der notwendige Zulauf war vorhanden, die Kosten halten sich im Rahmen. Warum also wehrt sich das Land gegen eine Fortsetzung der Arbeit? Antwort: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, denn wieder einmal war es eine "freie" Schule, die die Nase vorn hatte. Und so wird kurzerhand erklärt, diese Schulform passe nicht ins Schulkonzept. Das Bildungsministerium scheint dabei völlig aus dem Blick zu verlieren, dass hier die auf UN-Ebene geforderte Inklusion bereits gelebte Praxis ist – und den Kindern scheint es dabei sehr gut zu gehen.

Es stünde dem Land deshalb gut an, auf weitere Rechtsmittel zu verzichten und der Schule die Hand zu reichen. Andere Bundesländer wären stolz auf derartige "Pilotprojekte".

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Autor: Frank Bracker, Heilpädagoge, Bliestorf