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11. Juli 2012

Gemüse aus heimischer Produktion

Der Verbraucher hat es in der Hand

Zu: "Badische Schoten", Beirag von Silvia Faller (Wirtschaft, 27. Juni):

Des öfteren werden auch in Ihrer Zeitung Zahlen veröffentlicht, die den geringen Anteil der heimischen Gemüseproduktion wiedergeben. Als Mitglied der GartenCoop Freiburg kann ich nur milde über die Forderung lächeln, den Anteil regional angebauten Gemüses im Einzelhandel zu erhöhen. Prinzipiell teile ich dieses Ziel, aber das Problem liegt insbesondere bei den Tomaten weniger an der geringen Produktion, als an den Kaufgewohnheiten der Verbraucher.

In unseren Breiten ist eine Tomatenproduktion eben nur im Sommer möglich. Wenn in ungeheizten Folientunneln angebaut wird, geht die Saison eben erst Mitte Juli los. Würden sich die Verbraucher darauf beschränken, zwischen Juli und Oktober Tomaten zu kaufen, wäre der Anteil der regional produzierten Produkte sicher fünfmal so hoch wie heute.

Mit einem Anbau in effektiv beheizten und gut isolierten Glashäusern könnte die Saison noch um einige Monate verlängert werden, ohne das Klima all zu sehr zu belasten. Einfach den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe zu schieben, schießt allerdings am Ziel vorbei. Wissen doch viele gar nicht über die verschiedenen Gemüsesaisons Bescheid. Eine saisonale Preisübersicht würde die Kaufentscheidung vieler im Sinne der Saisonalität beeinflussen. Und nur wenn die Konsumenten wieder eine direkte Verbindung zu ihrer Lebensmittelproduktion haben, können sie diese auch in ihrem Sinne mit beeinflussen.Fabian Kern, Freiburg

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Autor: Fabian Kern, Freiburg


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