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05. Oktober 2016

Tempoerhöhung bei der Bahn

Die Bürger hätten lieber verlässliche Fahrpläne

Zu: "Bahn will mit Tempo 250 fahren", Beitrag von Franz Schmider (Land und Region, 23. September):

Im Rahmen einer Radreise an Elbe und Ostsee erfolgte die Anreise per Bahn von Kenzingen über Stuttgart nach Salzwedel. Dabei strandeten wir bereits in Stuttgart: Unseren Anschlusszug nach Würzburg sahen wir nur noch von hinten. Bei der Rückreise von Berlin kam es zu einem unplanmäßigen Aufenthalt in Frankfurt. Da bei Hin- und Rückfahrt die Verspätung jeweils über zwei Stunden betrug, konnten wir eine Rückerstattung von 50 Prozent des Reisepreises beantragen. Wie will die Bahn unter solchen Umständen finanziell reüssieren? Da solche Pannen bei Bahnreisen offensichtlich kein Einzelfall sind, fällt es schwer, die Notwendigkeit der Geschwindigkeitserhöhung von 230 auf 250 km/h als zukunftsträchtige Lösung nachzuvollziehen, mit einer Zeitersparnis von 45 Sekunden zwischen Offenburg und Freiburg und Baukosten von 400 Millionen Euro, abgesehen vom Geländeverbrauch für den viergleisigen Ausbau zwischen Riegel und Orschweier. Die Bürger – und ich bin sicher, für die Mehrheit zu sprechen – wünschen keine 45 Sekunden Zeitersparnis, sondern verlässliche Fahrpläne. Dr. Herbert Walter, Kenzingen

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Autor: Dr. Herbert Walter, Kenzingen