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12. April 2017

Arbeitslosigkeit in der Währungsunion

Die Veränderung der Wirtschaftspolitik kam viel zu zögerlich

Zu: "Weniger Joblose in Euroland" und "Verschenkte Talente", Beitrag und Kommentar von Ronny Gert Bürckholdt (Wirtschaft, 4. April):

Ein informativer Artikel mit einem umfangreichen Zahlenwerk. Ich halte es deshalb für lobenswert, dass man nicht selbst zwischen den Zeilen aus der Grafik herauslesen muss, sondern dass der Autor explizit im Kommentar darauf hinweist: "Die Eurozone schlägt sich auch schlechter als die EU als Ganze. Bis vor Ausbruch der Krise entwickelten sich die Arbeitslosenquoten parallel, heute meldet die EU eine um anderthalb Prozentpunkte niedrigere Quote." Dass zur Erreichung dieser Zahlen die Arbeitslosenquote der EU-Mitgliedstaaten, die nicht der Eurozone angehören, um mehr als zwei Prozentpunkte niedriger liegen muss als diejenige der Eurozonenmitglieder, kann man sich dann ja noch selbst herleiten. Auch ein Hinweis auf die ebenfalls sehr niedrigen Arbeitslosenquoten der Nicht-EU-Mitgliedstaaten Schweiz und Norwegen fehlt. Wie war das noch mit den Aussagen von Politikern und Wirtschaftsführern: "Der Euro schafft Wohlstand und Arbeitsplätze!" In der Fortsetzung des Kommentars führt der Autor zutreffend aus: "Das zeigt den erhöhten Reformbedarf innerhalb der Währungsunion. Es gab zwar manche beschäftigungsfreundliche Veränderung der Wirtschaftspolitik, aber angesichts der enormen strukturellen Probleme dort waren diese zu zögerlich." Einen Grund für dieses Zögern hat der griechische Ministerpräsident Tsipras genannt: "Am Ende zahlen ja doch die Deutschen!" Ich möchte darauf hinweisen, dass die BZ unlängst der Sympathieoffensive südbadischer Unternehmer für die EU und den Euro – also Arbeitslosigkeit – großen Raum eingeräumt hat. Edgar Frank, Weil am Rhein

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Autor: Edgar Frank, Weil am Rhein