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16. Juni 2012

SWR-sinfonieorchester

Einschnitte in die Kulturlandschaft

Zu: "Dringend angezeigt ist ein Moratorium", BZ-Interview mit dem Freiburger Verwaltungsrechtler Friedrich Schoch von Alexander Dick (Kultur, 11. Juni):

"Es liegt vor allem an den stark steigenden Ausgaben für den Erwerb von Sportrechten." Zugespitzt formuliert heißt das: Die beiden Orchester des SWR sollen Einschnitte hinnehmen, die (abgesehen von den Auswirkungen auf die Orchester und ihre Mitglieder) die Kulturlandschaften mindestens dreier Städte massiv beschneiden. Und das, um einen Bruchteil dessen aufzufangen, was im Wettstreit um die Übertragung von Fußball- und anderen Sportereignissen verheizt wird!

Es ist ein überall zu beobachtendes Phänomen, dass gesellschaftliche Gruppen mit geringer Lobby um kleinste Zuwendungen kämpfen müssen beziehungsweise sich regelmäßig existenzbedrohenden Sparvorgaben ausgesetzt sehen. Während diese sich jedoch für die Gesamtgesellschaft allenfalls marginal auswirken, wagt niemand an den Posten zu rütteln, die wirklich nennenswerte Entlastung bringen könnten. Das ist bei Fußballübertragungen nicht anders als bei Bankenrettungen.

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Autor: Urs Liska, Freiburg


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