Keine Belege, die These von Hetzjagd unterstützen

Jürgen Röttele

Von Jürgen Röttele (Freiburg)

Mo, 10. September 2018

Leserbriefe

Zu: "Berlin spricht von Hetzjagd", Agenturbeitrag (Politik, 28. August)
Auch rund zwei Wochen nach der angeblichen Hetzjagd auf Ausländer in Chemnitz wurden bisher keine Belege veröffentlicht, die diese These unterstützen. Sämtliche Berichte in Presse und TV und sogar der Regierungssprecher beziehen sich auf die Aussage eines Antifa-Aktivisten. Zur Erinnerung: Ein Großteil dieser Aktivisten ist beim G-20-Gipfel plündernd und brandstiftend durch Hamburg gezogen. Trotzdem wurden diese Schlagzeilen bundesweit übernommen, obwohl die Generalstaatsanwaltschaft Dresden erklärte, dass es keine Hetzjagd gab.

Wen wundert es da, dass einem Großteil der Medien eine gewisse Skepsis in Bezug auf den Wahrheitsgehalt der Berichterstattung entgegengebracht wird? Es ist selbstverständlich notwendig über Ausschreitungen bei Demonstrationen zu berichten. Genauso legitim ist es allerdings, friedlich seine Meinung in Demonstrationszügen zu äußern, ohne in einen Topf mit Radikalen geworfen zu werden. Jürgen Röttele, Freiburg