Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

17. August 2013

Diskussion um den Veggie-tag

Steuerndes staatliches Handeln ist dringend nötig

Zu: "Lieber fleischlos(er)", Beitrag von Bernhard Walker (Politik, 7. August):

Herr Walker hat den Sinn des Veggie-Tags wohl noch nicht ganz verstanden. Es geht dabei nicht darum, der wachsenden Anzahl von Vegetariern eine fleischlose Alternative anzubieten. Beim Veggie-Tag geht es darum, an einem Tag ganz auf Fleisch zu verzichten. Die Gründe nennt er ja selbst. Und sie sind so gravierend, dass ein fleischloser Tag sowieso nicht ausreichen würde. Der Fleischkonsum in Deutschland ist zwar rückläufig, aber dennoch konsumieren wir viel zu viel Fleisch mit all den schlimmen Folgen für unsere Gesundheit, die Tiere sowie den Klima- und Bodenschutz. Gleichzeitig steigt die Fleischproduktion in unserem Land, weil immer mehr Fleisch exportiert wird. Das ist möglich, weil der Bau von Megaställen und -schlachthöfen massiv subventioniert wird. Und weil billige Leiharbeiter aus Osteuropa in den Schlachthöfen eingesetzt werden.

Die Forderung eines Veggie-Tags nur auf der Ebene "Ich lass mich vom Staat nicht bevormunden" abzuhandeln, ist mir zu billig. Es geht hier um Auswirkungen, die nicht nur der einzelne Fleischesser zu tragen hat, sondern die ganze Gesellschaft durch hohe Kosten, die Tiere mit enormen Leiden sowie Millionen von Hungernden in der Dritten Welt. Deshalb ist steuerndes staatliches Handeln dringend erforderlich.

Werbung

Autor: Gerhard Siefert, Lahr