Leserbriefe

Jean-Marie Clarke

Von Jean-Marie Clarke (Staufen)

Fr, 10. August 2018

Staufen

FRICKSTRASSE STAUFEN

Kleinod erhalten
Zur möglichen Bebauung in der Frickstraße in Staufen und der vom Gemeinderat verhängten Veränderungssperre, die der Stadt ein Mitspracherecht erhalten soll (BZ vom 7. August), schreibt ein Leser:

Wenn die Badische Zeitung eine Bauvorhaben an einem hochsensiblen Standort (am nördlichen Eingang der Altstadt) für erwähnenswert hält, dann sollte die Berichterstattung zumindest vollständig sein. Was hinter der unscheinbaren Mauer auf dem Bild liegt, ist eine wunderschöner und liebevoll gepflegter Garten, der seinesgleichen in Staufen sucht. Jetzt soll dieser historische, ortsprägende Garten für immer verschwinden, um den Hunger von "raketenartigen" Investoren (siehe Spruch des Bürgermeisters im BZ Artikel) zu stillen? Oder um die sogenannte Wohnungsnot zu lindern? Doch diese begehrte "Baulücke" liegt an einem städtischen "Brennpunkt": zwischen zwei Gastwirtschaften mit Außenbewirtung und gegenüber dem Weinbrunnen, ganz zu schweigen von der Eisdiele und den zwei Hauptadern in nächster Nähe. Störungen und Konflikte wegen Lärm sind vorprogrammiert. Im übrigen, die schönen "alten" Kastanien sind eben alt und werden in absehbarer Zeit hinfällig. Und was passiert dann? Wie bei dem unerwarteten Gruß eines Fremdes im Vorbeigehen, habe ich mich immer wieder über den Anblick dieses Kleinods gefreut. Der Gärtnerin kostet dieses Lächeln der Natur viel Arbeit. Uns kostet es aber nur die Wertschätzung und Dankbarkeit – etwas, dass wir auch unserem Heimatplanet schuldig sind. Soll diesen Garten der Immobilienspekulation zum Opfer fallen, wird Staufen umso ärmer. Jean-Marie Clarke, Staufen