Leserbriefe

Jörg Bandell (Staufen )

Von Jörg Bandell (Staufen )

Mi, 22. August 2018

Staufen

MARKGRÄFLER WEINFEST

Ballermann am Neumagen?
Ein Leser beklagt sich über Begleiterscheinungen für die Anwohner beim Weinfest in Staufen (BZ vom 4. und 6. August):
Beim Markgräfler Weinfest betont das Stadtoberhaupt stets die frohe Stimmung, die das Fest auszeichnet, und dankt den Anwohnern für deren "Nachsicht". Alles klingt nach heiler Welt in Staufen. Die Bewohner im Umkreis des Festgeländes sind aber keineswegs gelassen und "nachsichtig"? Nein, sie sind jedes Jahr genervt vom unglaublich hohen Geräuschpegel während der vier Abende. Und vor allem ärgern sie sich über die unerfreulichen Auswüchse bis in die Morgenstunden, wenn der Festbetrieb um ein Uhr endet. In den Straßen und entlang dem Neumagen grölen die angetrunkenen Menschen, zerschlagen Flaschen und Gläser, werfen diese in den Fluss oder in die Bächle, hinterlassen Erbrochenes und Urin. In den Häusern gibt es keinen ungestörten Schlaf. Über diesen Teil des Weinfestes berichtet die BZ nicht. Der Bürgermeister könnte vor dem Fest berichten, welche Maßnahmen die Gemeinde ergreift, um diese Begleiterscheinungen zu vermindern. Er könnte auch dazu aufrufen, mehr Rücksicht zu nehmen. Es muss mehr für die geplagten Mitbürger getan und deren Ärger ernst genommen werden. Mit einem kurzen Dank für die "Nachsicht" ist es nicht getan. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl derer zu, die während der vier Festtage Staufen verlassen und verreisen. Für die Qualität des Weinfestes, solang dieses in der Stadtmitte stattfindet, spricht diese Tendenz nicht. Jörg Bandell, Staufen