Leserbriefe

Bernhard Grimm, Breisach

Von Bernhard Grimm & Breisach

Mi, 15. November 2017

Leserbriefe Breisgau

SCHIENENERSATZVERKEHR
"Zusätzliche Direktverbindung nötig"
Zum Artikel "Bötzingen wird zum Umsteigeknotenpunkt" in der Badischen Zeitung vom Donnerstag, 12. Oktober, erreichte uns folgende Leserzuschrift:
Wegen der Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahnstrecke der Breisacher Bahn soll im Jahr 2019 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Alle Busse sollen der Planung zufolge Ihringen, Wasenweiler und Bötzingen durchqueren. Eilbusse sollen nur zwischen Bötzingen beziehungsweise Gottenheim und Freiburg über die B 31 eingerichtet werden.

Es ist notwendig, während des Berufsverkehrs zusätzliche Direktverbindungen zwischen Breisach und Freiburg Hauptbahnhof über den Autobahnanschluss Bad Krozingen einzurichten. Die Zahl der Breisacher Fahrgäste der in Breisach um 6.48 und 7.22 Uhr startenden S-Bahnen mit direktem Fahrtziel Freiburg Hauptbahnhof beträgt mehr als 200 pro Zug.

Diese Fahrgäste werden der derzeitigen Planung zufolge durch die engen und kurvigen Ortsdurchfahrten von Ihringen, Wasenweiler und Bötzingen "geschaukelt". Hinzu kommt, dass die sehr zahlreichen Ihringer Fahrgäste nur noch Stehplätze in den brechend vollen Bussen vorfinden werden.

Die Bürgermeister der Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen sind Mitglieder der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF). Es sollte die Fürsorgepflicht des Breisacher Bürgermeisters Oliver Rein sein, sich für diese schnelle Direktverbindung einzusetzen. Der Hinweis in dem BZ-Artikel "Bürger fragen die Stadtverwaltung Breisach" vom 21. Oktober mit der Begründung, dass "eine Direktverbindung Breisach - Freiburg kaum machbar sei und es die Aufgabe des Schienenersatzverkehrs sei, alle Orte an der Strecke anzubinden", ist unzureichend und berücksichtigt nicht die Wünsche der Breisacher Fahrgäste. Hier ist der Einsatz des Breisacher Bürgermeister gefordert.
Bernhard Grimm, Breisach