Leserbriefe

Jutta Kammertöns (Bad Krozingen )

Von Jutta Kammertöns (Bad Krozingen )

Di, 28. August 2018

Bad Krozingen

SEXUELLER ÜBERGRIFF

Einschränkung des Freiheitsgefühls
Zum jüngsten Fall eines sexuellen Übergriffs in Bad Krozingen (BZ vom 22. und 24. August), an dem eine extra gebildete Ermittlungsgruppe der Kripo Freiburg mit Hochdruck arbeitet, bislang aber aus ermittlungstaktischen Erwägungen keine Ergebnisse veröffentlichen kann, schreibt eine Leserin:

Der erneute sexuelle Übergriff auf eine Bürgerin aus Bad Krozingen am Sonntagabend macht uns Bürger fassungslos. Dieser Überfall fand mitten in der Stadt am frühen Abend statt, eine Zeit, in der eigentlich noch etliche Menschen unterwegs sind. Kann es denn so einsam in unserer Stadt sein, dass niemand diesen Vorfall bezeugen kann? Ratlosigkeit und Ängste, vor allem bei uns Frauen, dürften die Folge sein. Dabei wünschen wir uns doch eine dörfliche Idylle! Gegen erneute Übergriffe im Kurpark wurde ein Bewacherservice eingerichtet. Das gleiche kann man aber schlecht im Stadtgebiet machen, dazu ist das Gebiet zu groß und unübersichtlich.

Es hilft auch nichts die alten Argumente wieder zu beleben: "Hätte die Politik damals 2015 nicht so viele Flüchtlingen ungeprüft in unser Land einreisen lassen, dann wäre... " Selbst bei guter Überprüfung weiß man ja nicht, was in den Menschen steckt. Außerdem ist ja nicht sicher, ob der Täter ein Flüchtling ist. Wir ahnen es nur, weil es ein Mensch mit wenig Deutschkenntnissen ist. Was bleibt, ist eine weitere Einschränkung unseres Freiheitsgefühls. Und diese Tatsache sollte unbedingt mit allen Bürgern und Verantwortlichen von Bad Krozingen öffentlich breit diskutiert werden.
Es geht nicht an, dass nach dieser erschreckenden Nachricht nur zur "Tagesordnung" übergegangen wird. Dieser Vorfall beeinträchtigt das gesamte Wohn-Wohlbefinden in unserer Stadt.
Jutta Kammertöns, Bad Krozingen