Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
09. Februar 2012
Leserbriefe
GEWERBEENTWICKLUNG
"Es braucht nicht immer etwas Neues"
Zu unserem Bericht "Bald kommt Leben ins Hela-Gebäude" (BZ vom 2. Februar) erreichte uns diese Zuschrift:
Leere, ungenutzte Gebäude haben etwas von einem unbestatteten Leichnam an sich. Besser, sie wären ganz zerstört als nur ungenutzt zurückgelassen worden. Wir haben dies lange genug am Beispiel unseres städtischen Krankenhauses empfunden, auf dessen Gelände nun wieder neue Gebäude entstehen, in die neues Leben einziehen wird. Ähnlich positiv hört sich auch die Mitteilung über die neue Nutzung der Hela-Gebäude an. Bemerkenswert: Die Mieter sollen vorwiegend Herbolzheimer Geschäftsleute sein, die in alten Räumen einen neuen Anfang machen wollen. Es braucht also nicht immer etwas Neues, wie diese Beispiele zeigen. Schön wäre es, wenn sich auch die Wagenstädter Geschäftsleute davon beeindrucken ließen, und einen Neuanfang oder eine Vergrößerung ihrer Betriebe auf den freien Plätzen im Industrie- oder Gewerbegebiet in Herbolzheim planen könnten, anstelle eines neuen Gewerbegebiets vor der Haustüre. Selbst wenn fast alle Arbeitnehmer aus Wagenstadt direkt kommen, ist doch eine Entfernung von wenigen Kilometern zwischen Wohnung und Arbeitsplatz immer noch sehr günstig zu nennen und wäre mit einem Fahrrad an den meisten Tagen des Jahres leicht zu bewältigen. Ob das Gewerbegebiet "Steinackern" dem vielgepriesenen "Dorfcharakter" Wagenstadts entgegenkommt, wage ich zu bezweifeln. Jedenfalls wird es den reizvollen Blick auf die Streuobstwiesen am Ortseingang nachhaltig negativ beeinflussen.
Werbung
Dr. Otto Zinsser, Herbolzheim
Autor: Dr. Otto Zinsser, Herbolzheim
