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06. April 2011
Freiburg-Marathon
"Bei solchen Gebühren erwarte ich mehr Professionalität und Verantwortung"
Zur Berichterstattung über den Freiburg- Marathon, BZ vom 4. April:
In den Artikeln der BZ über den Hitzemarathon wird viel über Zusammenbrüche von Läufern berichtet. Sicherlich gehen manche ohne genügend Vorbereitung in den Wettkampf und hören auch nicht auf die Signale ihres Körpers. Hinzu kommt sicherlich noch der falsche Ehrgeiz von Einzelnen. Nichtsdestotrotz ist es ein Hohn, wenn der Veranstalter behauptet, er hat vor den Gesundheitsgefahren gewarnt und weise jede Verantwortung von sich. Die Runabout GmbH hätte am Samstag noch versucht, auf die Hitze zu reagieren und noch mehr Wasser für die Verpflegungsstellen gefordert.
Wieso und von wem muss der Veranstalter dies fordern? Dies liegt in seiner Verantwortung. Eigentlich laufe ich seit drei Jahren wegen eben solchen Gründen nicht mehr den Freiburg-Marathon, sondern bin nur für einen Freund eingesprungen.
Als Schlussläufer einer Marathonstaffel kam ich so gegen 15.10 Uhr an die Wasserstelle Kartäuserstraße. Jedoch war da bereits schon alles abgeräumt und die Helfer kehrten die Pappbecher von der Straße. Wasser gab es keines mehr! Danken möchte ich hiermit allen Anwohnern der unteren Kartäuserstraße, die einem von weitem schon zuriefen "Gibt’s denn oben immer noch kein Wasser?" und die Läufer dann in Eigenregie mit Wasserbechern versorgten. Während meines Rennens habe ich als Staffelläufer natürlich viele Marathonis überholt. Als 89. von 200 Staffeln müssen somit noch viele Läufer hinter mir ebenfalls kein Wasser bekommen haben.
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Bereits bei den ersten Marathonveranstaltungen gab es im Zielbereich für die späteren Läufer teilweise keine Getränke mehr. Erinnert sei auch an das langwierige Geplänkel mit der Verbandsumlage. Dem Veranstalter geht es demnach einzig und allein nur um den Profit und nicht um die eigentlich wahren Helden, die einfach nur ins Ziel kommen wollen. Bei solchen Startgebühren erwarte ich mehr Professionalität und Verantwortung.
Thomas Koch, Freiburg
Autor: Thomas Koch, Freiburg
