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18. Mai 2017

Edmund Husserls Grab

Ein Trost in geschichtsvergessenen Zeiten

Leserbrief zu "Husserls Grab bleibt weiter in Günterstal", BZ vom 6. Mai.

  1. Husserls Grab bleibt Foto: Uni



Am 3.
Mai erreichte uns die Nachricht, dass das Grab von Edmund Husserl auf dem Günterstaler Friedhof eingeebnet worden sei. Die Friedhofsverwaltung gab am 4. Mai die Auskunft, das Grab sei "aufgegeben und letzte Woche auf den Ehrenhain der Stadt Freiburg versetzt" worden. Fotos belegen, dass das eingeebnete Grab Anfang Mai eine Tatsache war. Wir und viele andere waren tief schockiert über den Verlust eines wichtigen und oft aufgesuchten Gedenk- und Erinnerungsortes.

Edmund Husserl war der Begründer der Phänomenologie und einer der bedeutendsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Er wurde ein Opfer der Drangsalierungen durch die Nazis, musste seine Wohnung in der Wiehre verlassen und durfte zeitweilig die Universität nicht mehr betreten. Die Phänomenologie wird auf seinem Lehrstuhl, den mein Mann Günter Figal innehat, bis heute lebendig fortgeführt. Dass die Stadt zusammen mit der Universität – nach entschiedenen, überregionalen Protesten aus Gesellschaft und Politik – nun für die Wiederherstellung und den künftigen Erhalt des Grabes von Edmund Husserl sorgt, ist immerhin ein Trost in geschichtsvergessenen Zeiten.Dr. Antonia Egel, Freiburg

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Autor: Dr. Antonia Egel, Freiburg