Tramwerbung

Schauen Sie sich die Basler Straßenbahnen an: Jedes Fenster mit Durchblick

Christel Gnirss

Von Christel Gnirss (Freiburg)

Mo, 27. August 2018

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "Fahrgäste wollen mehr Durchblick" (BZ vom 4. August), in dem es um die Kritik daran ging, das Werbung auf den Fensterflächen der Straßenbahnen den Blick nach draußen einschränkt.

Danke, dass Sie das Thema aufgegriffen haben. Ärgerlich, dass die Freiburger Verkerhs-AG (VAG) auf Beschwerden über die ausufernde Werbung auf Türen und Fenstern der Straßenbahnen seit Jahren den gleichen Formbrief verschickt. Da fühlt man sich als Kunde, der alljährlich zur Kasse gebeten wird, sehr ernst genommen.

Hat die VAG schon einmal darüber nachgedacht, eine Agentur zu nehmen, die pfiffiges und modernes Design auf kleine Fläche bringt, statt das dröge und altbackene Schiffmann-Design, welches Ideenarmut mit Großflächigkeit kompensiert? Schauen Sie sich die Basler Straßenbahnen an, in ihrem Einheitsgrün eine Erholung für das Auge, jedes Fenster mit Durchblick. Oder unsere Partnerstadt Padua! Die Bahnen dort haben Fenster bis zum Boden, alle ohne Werbung und der Einzelfahrschein kostet dort 1,30 Euro.

Warum kümmert sich weder die Stadt noch die Touristik um das Problem? Einheimische und Gäste wollen den Ausblick auf die Stadt und keine weitere Verschandelung durch die rollende Werbung. Wurde schon einmal eine Umfrage unter den Fahrgästen angedacht?

Ich setze diese Art von Werbung der Vermüllung, allseitiger Stadtmöblierung durch die Gastronomie und der Verschandelung der Gebäude durch illegale Graffiti gleich. Christel Gnirss, Freiburg