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15. September 2012

Gemeindehaus Maienstrasse

"Solidarisch bedeutet nicht Gleichbehandlung"

Zum Interview mit dem evangelischen Dekan Markus Engelhardt, in dem es unter anderem um den möglichen Verkauf des Gemeindehauses Maienstraße 2 ging (BZ vom 6. August).

Herr Dekan Engelhardt hält es für "unsolidarisch gegenüber den anderen Gemeinden, enorme Summen in die Sanierung des (Gemeinde-)Hauses zu investieren".

Dazu möchte ich als Gemeindemitglied Folgendes anmerken:
1. Solidarisches Handeln im Sinne von Verteilungsgerechtigkeit bedeutet nicht formale Gleichbehandlung. Das Gemeindehaus in der Maienstraße nimmt eine Sonderstellung ein: nicht nur wegen seines kirchengeschichtlichen Ranges als Zentrum der Bekennenden Kirche, der von der Stadtkirche in unerklärlicher und unverantwortlicher Gleichgültigkeit heruntergespielt wird, sondern auch wegen seiner Besonderheit als über hundertjähriges Pfarr- und Gemeindehaus, das zusammen mit der Christuskirche ein hochrangiges denkmalgeschütztes Ensemble bildet.
2. Aus der Sicht heutiger Ethik unterliegt auch die Verantwortung der Generationen füreinander dem Gebot der Verteilungsgerechtigkeit. Damit ist ein an ethischen und sozialen Kriterien orientiertes Nutzungs- und Wirtschaftskonzept gemeint und keinesfalls eine auf vorübergehenden Gewinn ausgerichtete Verkaufsstrategie. Brigitte Barg, Freiburg

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Autor: Brigitte Barg, Freiburg