Strassenmusik

Verstärker sollte es nicht geben dürfen

Hans H. Hapke

Von Hans H. Hapke (Freiburg)

Mo, 27. August 2018

Leserbriefe Freiburg

Zur Glosse "Kunst der Straßenmusik – Zerstörte Träume" in der Rubrik "Münstereck" (BZ vom 30. Juli).

Straßenmusik empfanden wir als Ohrenschmaus, als wir 1977 nach Freiburg zogen. Wir freuten uns auf die Sommersamstage in der Stadt: hier ein Klavierspieler, dort zwei Flötisten, 400 Meter weiter ein Cellist, viele davon Studenten. Inzwischen empfinden wir die meisten Straßenmusikanten als Belästigung. Das hat mit ihrer täglichen Präsenz zu tun, mit ihrer Zahl, ihrer Nähe zueinander und vor allem mit ihrer Lautstärke. Verstärker sollte es nicht geben dürfen, vor allem keine, die gleich ein ganzes Orchester liefern, zu dem der Musikant dann ein paar Töne hinzufügt. Richtig nervig wird es, wenn drei Musikanten lautstark und minutenlang vor einem Straßencafé verweilen: Ein normales Gespräch am Tisch ist dann kaum mehr möglich. Fazit: Zum angenehmen Flair der Stadt tragen Straßenmusikanten nicht mehr bei. Wenn ich immer dieselben antreffe, denke ich mir: Straßenmusik muss ein einträgliches Geschäft sein. Hans H. Hapke, Freiburg