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24. April 2017

Neuer Stadtteil Dietenbach

Wieder wird kurzsichtig Wirtschaftlichkeit gegen Nachhaltigkeit ausgespielt

Der Gemeinderat hat signalisiert, den Klimaschutz im geplanten Stadtteil zugunsten bezahlbaren Wohnraums zu reduzieren ("Schwieriger Spagat für Dietenbach", BZ vom 6. April):

Die Weltgemeinschaft hat in Paris einstimmig beschlossen, "... den weltweiten Temperaturanstieg auf weit unter 2 Grad zu begrenzen, beziehungsweise Anstrengungen zu unternehmen, einen Anstieg auf 1,5 Grad nicht zu überschreiten... " Entsprechend hat der Gemeinderat beschlossen: "Wir bauen ein Plusenergie-Quartier, das mehr saubere Energie erzeugt, als es verbraucht. Es erhält verknüpfte Netze für Strom und Wärme, entlastet durch Speichertechnologien. Das neue Quartier bleibt – bis auf wenige Ausnahmen zum Beispiel für Elektro-Carsharing – komplett autofrei.

Der Stadtteil erhält ein multimodales, elektromobiles und kommunikationstechnisch vernetztes Verkehrssystem, natürlich mit Vorrang für Fußgänger, Zweiräder und ÖPNV. Elektroautos und -fahrräder, Lastenfahrräder und viele andere attraktive und umweltverträgliche Fahrzeuge stehen allen Bewohnern zur Verfügung. Die Architektur orientiert sich am Leitbild der Suffi zienz, Wohnungszuschnitte sind nicht mehr überdimensioniert und sind später flexibel anpassbar. Die Neusiedler werden Pioniere zukünftiger Mobilitäts- und Lebensformen.

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Durch die enormen eingesparten Kosten ist endlich eine gute Lösung für bezahlbares Wohnen möglich. Und es wird ein enormer Spielraum für eine bessere Gestaltung und eine wesentlich verbesserte Lebensqualität gewonnen."

Das hätte ich gern gelesen. Stattdessen wird wieder kurzsichtig Wirtschaftlichkeit gegen Nachhaltigkeit ausgespielt.

Der Klimawandel schreitet voran, wir haben keine Zeit mehr für solche Kurzsichtigkeiten. Wann fangen wir endlich an? Rolf Disch, Freiburg

Autor: Rolf Disch, Freiburg