Leserbriefe

Friedrich Firnkes Weil am Rhein

Von Friedrich Firnkes Weil am Rhein

Mi, 09. Januar 2019

Weil am Rhein

VERKEHRSENTLASTUNG
Keine Konkurrenz von Tram und Bus
Maßnahmen zur Verkehrsentlastung sind in der Stadt ein Dauerthema (siehe etwa BZ vom 3. Januar). Ein Leser bringt einen neuen Vorschlag ein.

Das Verkehrskonzept ist noch eines mit Hindernissen. Die unerlässliche Umsetzung der Forderung mit dem Durchstich unter der Bahnlinie, mit Verbindung zur Zollfreien Straße, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen kann und wird, lässt auf sich warten. Diese Anbindung wird von der Stadtverwaltung und allen Gremien des Gemeinderates unterstützt. Leider wurde das Ziel bis jetzt noch nicht erreicht. Bürger können ihre Politiker auf diese Wichtigkeit aufmerksam machen.

Immer wieder muss auch die Tram für das Verkehrsproblem herhalten. Mitnichten, da müssen sich alle Verkehrsteilnehmer an die eigene Nase fassen. Verkehrsregeln werden einfach ignoriert und entgegen aller Vernunft wird sich der Straßenverkehrsordnung widersetzt.

Was den ÖPNV betrifft, möchte ich einen Vorschlag einbringen. Bei einer eventuellen Tramverlängerung (zumindest) bis zum Läublinpark stellt sich die Frage, ob der Busverkehr mit der Tram besser optimiert werden kann. Es muss nicht sein, dass Bus und Tram die gleiche Hauptmagistrale der Hauptstraße von Friedlingen bis Weil Ost und umgekehrt zurücklegen. Hier entsteht eine gegenseitige Konkurrenz, die beseitigt werden kann. Mein Vorschlag: Den Busverkehr von/nach Friedlingen in einem Zickzack durch die Stadtteile von/nach Weil Ost fahren lassen. Wer eine schnelle Verbindung zwischen den Kern-Stadtteilen möchte, benutzt die Tram. Daher den Buslinienverkehr von der Colmarerstraße/Rheinpark nordwärts über Kreisel zur Alte Straße-Riedlistrasse-Hauptstraße-Hauptbahnhof-Otterbach Zoll-Nonnenholzstraße-Laguna/Sportzentrum-Pfädlistraße-Turmstraße-Stüdlestraße-Hauptstraße-Danzigerstraße-Egerstraße-Königsbergerstraße-Hauptstraße bis zum Läublinpark. Hier besteht wieder ein Hauptanschluss zu Tram und Bus, also zur Weiterfahrt auf alter Linie zum üblichen Ziel. Haltestellen können an Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen und anderswo eingeführt werden. Auch eine Variante durch die Nordstadt wird mit einem Zickzack möglich und eine Entlastung der Hauptstraße erreicht. Der Vorschlag ist bestimmt noch ausbaufähig.

Ein großes Problem besteht für die Velofahrer bei der Straßenführung unter der Autobahnbrücke A 5 und bei der Kreuzung Lustgartenstraße. Wie die IG Velo und sehr viele Bürger schon mehrmals bemängelten, besteht dort ein hohes Unfallrisiko. Hier muss eine tragbare bessere Lösung in diesem Gewirr gefunden werden.

Auch in Haltingen besteht noch Handlungsbedarf bei der Benutzung vom Weilweg bis zum Winzerweg. Es kann nicht sein, dass nur die Anlieger der öffentlichen Straße bestimmen können, was hier Sache ist. Die erarbeiteten Vorlagen und Vorschläge der Verwaltung, von Ortschaftsrat und IG Velo wurden ohne jegliches Verständnis abgelehnt. Die strikte Ablehnung des Landesbauernverbandes kann so nicht hingenommen werden. Der Wirtschaftsweg wird stark durch Fußgänger, Familien mit Kinderwagen und Velofahrer genutzt, die durch verbotene Durchfahrten von Pkw immer wieder gefährdet werden. Die von der IG Velo geforderte Überarbeitung muss wieder auf die Agenda. Friedrich Firnkes Weil am Rhein

NAHERHOLUNG
Kommen jetzt auch noch Mittelstreifen?
Ein Leser wundert sich über Teerarbeiten in den Ötlinger Reben.

Die Steingasse, eigentlich ein Feldweg, freigegeben laut aktueller Beschilderung nur für den landwirtschaftlichen Verkehr, Fahrradfahrer und Fußgänger, ist vor kurzem vollständig neu geteert worden. Ich frage mich, für wen und was? Kommen jetzt noch Mittelstreifen und neue Verkehrsschilder, oder bleibt die Regelung rechts vor links?Günther Kessler, Ötlingen