Leserbriefe

Heike Kuruvilla (Grenzach-Wyhlen)

Von Heike Kuruvilla (Grenzach-Wyhlen)

Di, 18. Dezember 2018

Lörrach

VIAGOGO
Ich warne dringend vor Kauf von Karten
Zum Artikel "Die Masche mit den Tickets" von Peter Gerigk, BZ vom 15. Dezember
Am 5. Dezember wollte ich meinen Sohn zu Weihnachten mit Karten für das Ed-Sheeran-Konzert überraschen. Bei der Eingabe auf Google, wo die Karten erhältlich seien, erschien als erstes Viagogo; und dort wurde sogleich angezeigt, dass nur noch zwei Karten für das Konzert und nur auf ihrer Seite verfügbar seien. Zusätzlich blinkte ständig irgendwo etwas auf und ich wurde massiv unter Druck gesetzt, die Karten schnell zu kaufen, da sie sonst nicht mehr verfügbar seien. Nach Eingabe meiner Kreditkartendaten wurde der Kauf gleich vollzogen, ohne dass ich ihn nochmals bestätigen konnte. Zu den überteuerten Kartenpreisen von 129 Euro kamen nochmals 50 Euro Bearbeitungsgebühr und 12 Euro Versandkosten pro Ticket dazu.

Nach Abschluss des Kaufs erfuhr ich im Internet, dass schon viele Personen sich von Viagogo betrogen fühlen. Außerdem gab es Karten immer noch auf Eventim für 89 Euro ohne Bearbeitungsgebühr und nur mit 4,90 Euro Versandkosten. Auf Ed Sheerans Homepage wurde vom Kauf auf Viagogo gewarnt: Die dort gekauften Tickets würden nicht zum Eintritt berechtigen, da es sich um Schwarzmarkttickets handle.

Ich schickte Viagogo ein Einschreiben, um mein Geld zurück zu fordern, habe jedoch nicht viel Hoffnung damit Erfolg zu haben. Ich möchte alle warnen, auf dieser Plattform irgendeinen Kauf zu tätigen und wünsche mir von der Politik, massiv gegen solche Firmen vorzugehen. Verbraucherschutz wird in Deutschland beworben, aber internationale Firmen können im Netz legal werben, ihre Geschäfte tätigen und werden von Google unterstützt. Wo bleibt der Verbraucherschutz? Heike Kuruvilla, Grenzach-Wyhlen