Leserbriefe

Isabel Rupp (Steinen )

Von Isabel Rupp (Steinen )

Fr, 28. Dezember 2018

Steinen

TEMPO 30
Spießrutenlauf auf dem Zebrastreifen
Zum Artikel "Kompromisslos bei Tempo 30" (BZ vom 20.12.2018) und die Diskussion um die Verkehrsberuhigung in und um Steinen.
Seit vier Jahren beobachte und erlebe ich nun die Verkehrssituation im Zentrum von Steinen sehr genau. Hauptsächlich erledige ich Einkäufe zu Fuß und nutze daher die Zebrastreifen in der Ortsmitte sehr häufig. Was mich sehr erschreckt ist das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer, wenn Eltern mit Kinderwagen vor dem Zebrastreifen stehen. Wenn vier von sieben Autos einfach weiterfahren und sogar noch ein Auto über den Zebrastreifen fährt, obwohl man mit Kinderwagen bereits schon mitten auf dem Zebrastreifen geht, dann empfinde ich dies als eine Zumutung und als einen reinen Spießrutenlauf. Als junge Mutter erlebe ich dies und habe durchweg ähnliche Berichte in meinem Umfeld, welches auch aus vielen jungen Eltern besteht.

Meiner Meinung nach ist es das Mindestmaß an Schutz, im Ortskern Steinen generell Tempo 30 zu fahren. Wenn es nach mir ginge, würde ich sogar zu einer Fußgängerzone im Ortskern tendieren, denn es stehen häufig Transporter zum Abladen auf der Straße und immer wieder herrscht Stau durch die Schranken des Zugverkehrs. Mir wird regelmäßig Angst und Bange, wenn ich Kinder auf ihrem Schulweg, mit ihren Rädern und Tretrollern, durch dieses enorme Kraftfahrzeugaufkommen fahren sehe. An dieser Situation muss sich gewaltig etwas ändern und zwar nicht erst morgen, sondern schon gestern.

Ich danke unserem Gemeinderat und unserem Bürgermeister für ihre Standhaftigkeit und appelliere an das Landratsamt Lörrach, endlich mit den Verhandlungen aufzuhören und für die maximale Sicherheit unserer Kinder und Bürger im Straßenverkehr zu sorgen. Mit Minimalzugeständnissen möchte ich mich nicht zufriedengeben und dies sehen sicher viele Bürger unserer Gemeinde so.

Isabel Rupp, Steinen