Leserbriefe

Willi Halfter, Grenzach-Wyhlen

Von Willi Halfter & Grenzach-Wyhlen

Do, 13. September 2018

Grenzach-Wyhlen

BAUMKATASTER
Prima Idee
Zur Berichterstattung über das Baumkataster der Gemeinde meint dieser Leser:
Die Schaffung eines Baumkatasters für Grenzach-Wyhlen finde ich eine prima Idee. Aber warum hier aufhören? Weiter-machen! Nach wie vor sind etliche der gefällten Bäume nicht ersetzt. Ich denke nur an die großartige Linde an der Kreuzung von B34/Rührbergstraße, dem früheren glorreichen Zentrum von Wyhlen.

Ein zweiter wunder Punkt ist die Abholzerei von Bäumen, ohne dass eine Baugenehmigung für das geräumte Areal vorliegt. Ich denke dabei an das Gelände neben dem Hieber-Markt in Grenzach. Das Gelände stand unter Naturschutz und gehörte eigentlich der Zaunammer. Pfiffedeckel! Jetzt bestaunen wir hier eine doofe Brombeer-Wüste. Eine ähnliche Missetat ist gegenüber dem Lise-Meitner Gymnasium zu besichtigen. Auch hier nichts wie Brombeeren.

Aber das Dorf könnte in Sachen Umwelt noch über sich selbst hinaus wachsen und endlich mal eine Zeichen setzen: Wie wär’s, das Dorf Glyphosat-frei zu erklären, wie es die Stadt Mals in Südtirol getan und durchgesetzt hat? Und wie wär’s, die Gemüsebarone zwischen Grenzach und Wyhlen anzuhalten, Blüh- und Grünstreifen zwischen die öden Gemüse-Wüsten zu pflanzen? Die wenigen Hasen, Fasane und Sing-Vögel brauchen nicht nur Bäume, sondern auch Sträucher und Hecken zum Verstecken. Und die immer weniger werdenden Insekten brauchen Blumen. Unser Dorf könnte hier endlich mal glänzen und eine Vorreiter-Rolle einnehmen. Unsere Gegend ist von der Natur und Landschaft her einmalig. Und dennoch versiegeln die Gemeinden fast jeden Zentimeter Land. Besonders augenfällig ist das zwischen Rheinfelden und Wyhlen, wo fast jeder Zentimeter mit Beton und Asphalt überzogen ist und unsere wunderbare Hochrhein-Landschaft immer mehr verhunzt wird.