Leserbriefe

Siegfried Weber

Von Siegfried Weber (Schwanau)

Sa, 30. Juni 2018

Schwanau

UNECHTE TEILORTSWAHL
Kein Interesse am Zusammenwachsen
Zum Bericht "Kontroverse Debatte ums Wahlsystem" (BZ vom 27. Juni) meldet sich ein Leser zu Wort.
Die unechte Teilortswahl behindere das Zusammenwachsen der Gemeinde, so wird unter anderem der Experte Jürgen Fleckenstein zitiert. Das ist der springende Punkt. Ein meinungsmachender Teil in den Ortsteilen hat seit Gründung Schwanaus gar kein Interesse daran, dass die Gemeinde zusammenwächst. Lieber ist man Allmeschwierer, Nunnewierer, Odner oder Widdewierer, aber bitte kein Schwanauer. Eifersüchtig wacht man in den Ortsteilen darüber, dass keiner zu kurz kommt oder in irgendeiner Art und Weise bevorzugt wird. Und die Freien Wähler in Schwanau sind jetzt auf diesen Zug aufgesprungen, obwohl der Experte fünf Nachteile und nur einen Vorteil für die unechte Teilortswahl aufzählt. Auch alle Bürgermeister, einschließlich der amtierende und schon leicht amtsmüde Bürgermeister der Gemeinde Schwanau, haben von dieser Uneinigkeit in den Ortsteilen profitiert. Deshalb wurde bisher auch immer ein Kandidat gewählt, der garantiert nicht aus einem der Ortsteile stammt. Vermutlich ist auch das der Grund, warum es bisher keiner der Bürgermeister geschafft hat oder schaffen wollte, aus der Verwaltungsgemeinschaft Schwanau eine Lebensgemeinschaft Schwanau zu machen. Ich jedenfalls will keine unechte politische Vertretung, sondern eine echte politische Vertretung in Schwanau haben und hoffe, dass die Parteien zu dem bisher Errungenen weiterhin stehen.Siegfried Weber, Schwanau