Leserbriefe

Wolfgang Schrötter

Von Wolfgang Schrötter (Offenburg)

Di, 14. August 2018

Leserbriefe Ortenau

OB-WAHLKAMPF
Unwürdiges Hickhack
Zu unseren Berichten über den Vorschlag des von SPD und Grünen unterstützten OB-Kandidat Harald Rau, gemeinsame Veranstaltungen mit Marco Steffens und weiteren Kandidaten in den Ortsteilen zu machen (BZ vom 10. und 13. August) , schreibt Wolfgang Schrötter, langjähriger ehemaliger Stadtrat der Freien Wähler:
Ideen, egal ob verwaltungspolitisch oder sachpolitisch, sind für die SPD nur dann etwas wert, wenn sie von der SPD kommen. Da werden dann Themen, wie etwa beim Zebrastreifen am Bahnhof, jetzt, da aus den eigenen Reihen kommend, hochgeschaukelt, obwohl man in früheren Jahren eine lösungsgerechte Unterstützung verweigerte. Und mir fielen noch etliche andere Themen ein. So werden Bürger getäuscht. Und jetzt meint die SPD laut Fraktionschef Ficht, man müsse dem CDU-OB-Kandidaten Steffens, in der Hoffnung, daraus für den eigenen Kandidaten Kapital schlagen zu können, diktieren, wie er seinen Wahlkampf zu führen hat. Ficht (und seine SPD) stellt dieses Ansinnen doch nur, weil er sich einen wie auch immer gearteten Vorteil verspricht und nicht, wie Ficht scheinheilig unterstellt, im Interesse des Wählers.

Wir kennen doch die bei Vorstellungsveranstaltungen bestellt auftretenden eigenen "Sympathisanten", die den politischen Gegner attackieren und dessen Auftritt beschädigen. Warum soll sich der CDU-Kandidat das Schauspiel in elf Ortsteilen bieten lassen? Man stelle sich vor, so ein Diktat wäre von der CDU gekommen! Der Aufschrei der SPD wäre über Grenzen hinweg zu hören gewesen. Ich nehme an und hoffe, die Wähler durchschauen dieses unwürdige Hickhack und ziehen bei der Stimmabgabe im Oktober daraus Konsequenzen.
Wolfgang Schrötter, Offenburg