Leserbriefe

Gerhard Schempp (Bad Säckingen)

Von Gerhard Schempp (Bad Säckingen)

Sa, 19. Mai 2018

Bad Säckingen

GESUNDHEITSCAMPUS
Der Campus wird zur Luftnummer
Zu "Campus ist auf einem guten Weg", BZ vom 17. Mai:
Bei der jüngsten Kreistagssitzung wurde von Gök-Consulting (Dr. Risse) das Konzept für den Gesundheitscampus Bad Säckingen vorgestellt.

Entscheidende Kernpunkte wie die wirtschaftliche Bewertung, Klärung der Kostenträger und Abstimmung mit dem Sozialministerium blieben dabei noch im "Ungewissen".

Eigentlich hatte Gök-Consulting den Auftrag, dies bis 6. März 2018 zu klären. lch stelle fest: Der Auftrag wurde nur unzureichend erfüllt. Weder Landrat noch Kreistagsmitglieder haben dies beanstandet, Lediglich Äußerungen wie: ,,Wir müssen jetzt zügig..." konnte man mehrfach hören. So wird der Campus zur Luftnummer. Bei der Kreistagssitzung wurde mir zudem klar: Eine "Umgehungsstraße Bad Säckingen" werde ich nicht mehr erleben (ich bin 64 Jahre alt).

Gerhard Schempp, Bad Säckingen

RHEINLIEBE
Der Personenaufzug ist vollkommen unnötig
Zu unserer Berichterstattung zum Projekt "Rheinliebe"
Im Rahmen des teilweise fragwürdigen Architektenprojekts der IBA Basel errichtet man nicht nur Aussichtsplattformen (damit man endlich mal den Rhein sehen kann!?), nein, zur "Rheinliebe" sollen am "Rheinuferweg extended" weitere Rheinperlen entstehen.

Unter anderem in Bad Säckingen für x-tausend Euro ein "Personenaufzug bei der Holzbrücke, als barrierefreier Zugang zum Rheinuferweg". Natürlich bin ich für Verbesserungen die den Rollstuhlfahrern und anderen Menschen mit Behinderung helfen können.

Wer aber Bad Säckingen kennt, weiß, dass der Zugang zum fraglichen 600 Meter langen Abschnitt des Rheinuferweges sowohl von Osten als auch von Westen her problemlos möglich ist. Ab Münsterplatz 350 beziehungsweise 550 Meter. Oder ab Holzbrücke 500 Meter. Der Personenaufzug ist vollkommen unnötig! Denn der Zugang führt über ungeeignete Pflasterwege.

Der Aufzug bringt keinen Zeitgewinn und keinen Vorteil. Wichtig wäre doch, endlich, wie zum Beispiel in Lahr, Pflasterwege durch schmale (geteerte, pflasterebene) Randstreifen zu verbessern. Denkmalschutz hin oder her!

Damit würde man den Menschen mit Rollatoren, Gehbehinderung und im Rollstuhl wirklich helfen! Sogar die Damen mit High Heels würden sich darüber wohl freuen.

Bernhard Biendl, Bad Säckingen

HOCHRHEINBAHN
Sind Senioren bei der Bahn nicht willkommen?
Zu unserer Berichterstattung zu Problemen auf der Hochrheinbahn:
Ich bin am Donnerstag, 5. Mai, mit dem Schwarzwaldverein Bad Säckingen über Basel nach Heitersheim und von Bad Säckingen mit dem neuen Zug nach Basel gefahren. Wir zwei Personen sind 84 Jahre. Wir konnten im alten Regional Express noch alleine ein- und aussteigen. Aber im neuen Zug geht das nicht mehr ohne fremde Hilfe.

Es fehlen außerdem auch Haltegriffe in der Bahn, so dass wir alleine ohne Hilfe mit diesem Zug nicht verreisen können. Somit war der alte Zug immer noch besser als der neue. Sind die Senioren bei der Bundesbahn als Kunden nicht mehr willkommen?

Hildegard Wetzel, Bad Säckingen