Leserbriefe

Vera Maier

Von Vera Maier (Ibach)

Di, 15. Januar 2019

Leserbriefe Hochschwarzwald

KLÖSTERLE IN NEUSTADT
Solche Lokalitäten sind fast ausgestorben
zu: "Von Betmönchen und Besetzern", BZ vom 10. Januar, Seite 22:
Mit großem Interesse habe ich die Geschichten über das Klösterle gelesen. Als ehemalige Mitbesetzerin muss ich Herrn Weis aber in seiner Aussage korrigieren, dass sich aus dem Besetzerkreis die Interessengemeinschaft Klösterle gebildet hat. Die Hausbesetzer waren eine völlig autonome Gruppe, aus der sich dann später ein Mitglied vorübergehend der IG Klösterle angeschlossen hat, die Gründungsmitglieder der IG Klösterle waren nicht an der Hausbesetzung beteiligt, nicht einmal Willi Sutter.

Schade finde ich auch, dass die neuere Geschichte des Klösterle so wenig Erwähnung findet. Immerhin nahm der heutige Kindergarten Pfiffikus als "Kleines Volk" damals seine Anfänge im Erdgeschoss des Klösterle 5 und wurde als Elterninitiative über Jahre hinweg mit großem persönlichen Einsatz am Laufen gehalten. Was unerwähnt blieb, ist der Klösterle Keller. Über ein Jahrzehnt hinweg legendäre Kleinkunstkneipe in Neustadt mit ihrem mindestens ebenso legendären Wirt Toni Braun. Lokalitäten wie diese, in denen man einfach gemütlich verhocken konnte und auch noch regelmäßig Livemusik erleben konnte, gab es damals schon nicht viele auf dem Land, und heute sind sie fast ganz ausgestorben. Erfreulich ist es da, dass man heute im Klösterle Restaurant in historischem Ambiente gemütlich sitzen kann. Vera Maier, Ibach