Lesermeinung

Hans G. Hanagarth

Von Hans G. Hanagarth (Sasbachwalden)

So, 16. Dezember 2018

Leserbriefe Lörrach

ROTE AMPELN

ZUM INTERVIEW"LEGAL DURCH DIE KAMPFZONE" MIT FRANK UEKERMANN, VOM 2. DEZEMBER:

Radler haben sowieso Narrenfreiheit

Es ist so weit: Freiburgs Tiefbauamt will überprüfen, welche roten Ampeln vom Gemeinen Freiburger Radler, Bicyclicus vulgaris Friburgiensis (BVF) noch missachtet werden dürfen, ohne dass was passiert und angezeigt wird! Überflüssig, um rotlichtmissachtende Radler kümmert sich Freiburgs Exekutive marginal, die Laissez-faire- Einstellung gegenüber rambophilen rapiden Bicyclicus ist in der Stadt zementiert, Narrenfreiheit vergleichbar mit der Indiens heiliger Kühe. Krachen BVF in Autos, ist der Kraftfahrer schuld, wird mal ein Tourist als Fußgänger auf dem Zebrastreifen vom BVF getötet, kommt der gemeine Radler mit knapper Freiheitsstrafe davon.
Hans G. Hanagarth, Sasbachwalden

Verkehrssicherheit für alle Teilnehmer

Die verkehrsplanerischen Ideen des Freiburger Tiefbauamtes sind beeindruckend kreativ, allerdings dienen sie nicht der Verkehrssicherheit. Natürlich ist es für ein paar Radfahrer schön, nicht anhalten zu müssen, während eine Straßenbahn freie Fahrt hat. Herr Ueckermann sollte sich allerdings überlegen, ob es diesen Preis wert ist, den Grundsatz der StVO, dass jeder bei Rotlicht anhalten muss, für Freiburg außer Kraft zu setzen. Wie soll ein Kind diesen im Verkehr lebenswichtigen Grundsatz lernen, der bekanntlich im Normalfall die nicht wartepflichtigen und auf ihr durch die Anzeige "Grün" gewährtes Vorfahrtsrecht vertrauenden Verkehrsteilnehmer schützen soll, wenn dieser Grundsatz in Freiburg nicht gilt? Statt sich um Sondervorrechte für Einzelne zu kümmern, sollte man im Tiefbauamt besser darüber nachdenken, wie man – für alle Freiburger, nicht nur für Radfahrer – sichere und überschaubare Verkehrssituationen schafft, die verhindern, dass es zu Unfällen kommt.

Bruno Gebele, Freiburg
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