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20. Juli 2012

Letzter Kanal für Kirchbergstraße

Ortschaftsrat Münchweier stimmt der Sanierung zu.

ETTENHEIM-MÜNCHWEIER. Ein 85 Meter langes Teilstück der östlichen Kirchbergstraße ist noch nicht an die Kanalisation angeschlossen, was in der Vergangenheit zu einigen Problemen mit der Abwasserableitung einiger Grundstücke geführt hatte. Jetzt soll Abhilfe geschaffen werden, der Ortschaftsrat stimmte der Planung zu.

Mit der Planung und Bauleitung der deshalb nötigen Kanalbauarbeiten sowie der Erneuerung der Straßenbeläge wurde das Büro Hunziker Betatech aus St. Blasien beauftragt. Die Kanalleitungen sollen im Trennsystem verlegt, die Wasserleitung auch gleich mit erneuert werden. Nach Abschluss der Arbeiten werden die verbliebenen Hauskläranlagen außer Betrieb genommen.

Da die Ortsvorsteherin Charlotte Götz sich für befangen erklärte, leitete Annette Hog (Bürgerliste 1) bei diesem Tagesordnungspunkt vorübergehend die Sitzung. Für die neu angeschlossenen Grundstücke fielen Kanal- und Klärbeitrag an, teilweise entstehe auch für die Wasserversorgung eine Beitragspflicht, erläuterte sie. Die Kosten für die Herstellung der Hausanschlussschächte müssten laut Abwassersatzung von den Eigentümern übernommen werden. Allerdings würden für den Ausbau der Straße keine Beiträge fällig, da es sich um eine "historische Straße" handele.

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Statt des jetzigen Asphaltbelages soll ein sandbraun eingefärbtes Betonwerk-steinpflaster aufgebracht werden, erläuterte Udo Schneider vom Tiefbauamt. Dies sei sogar "fast kostenneutral" im Vergleich mit dem Asphalt. Außerdem seien Öffnungen der Straßendecke später nicht mehr sichtbar. Gegenüber den Gebäuden werde die Straße mittels drei Reihen rötlichen Natursteinpflasters als Muldenrinnen oder Randeinfassung angegrenzt. Über Muldenrinnen und Straßeneinlaufschächte erfolge die Oberflächenentwässerung der Straßen. Die Arbeiten sollten noch dieses Spätjahr begonnen werden; bei günstiger Witterung könnten sie noch 2012 abgeschlossen werden. Die Zustimmung des Denkmalamtes zu dem Gestaltungsvorschlag stehe noch aus, informierte Udo Schneider.

In der Bürgerfrageviertelstunde machte ein Anwohner allerdings auf den erhöhten Lärmpegel aufmerksam, den ein Betonwerksteinpflaster verursache. Laut Götz dämme ein solcher Fahrbahnbelag immer noch mehr Lärm als ein Natursteinpflaster, verursache aber durch seine Rillen durchaus mehr Schall. Da das Denkmalamt aber mitrede, sehe sie keine Chance auf eine Teerdecke; ein teures Natursteinpflaster solle aber aus Kostengründen eigentlich nicht verlegt werden.

Autor: Sandra Holtfoth