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17. Juli 2017

Moment mal!

Nachtbaden am Rheinknie: Abkühlung gefällig?

Okay, es war schon heiß in diesem Sommer. Verdammt heiß sogar. Wobei einen das ständige Genörgel übers Wetter bisweilen auf den Keks geht. Vorschlag zur Güte: Lasst uns doch künftig alle zum Übersommern nach Island fliegen. Schwitzen? Fehlanzeige! Schlottern? Aber gerne! Wem’s zu kalt wird, setzt sich in einen dieser komischen Hotpots, um zwischendurch ein wenig aufzutauen. Klar, der Temperaturunterschied zum kuscheligen Südbaden ist gewaltig: Satte 25 Grad weniger waren es, als wir das letzte Mal auf der famosen Vulkaninsel im Nordatlantik waren. Für Kreislauflabile kein Softeisschlecken. Und gefühlte null Grad mitten im Juli frieren sich tief ins Langzeitgedächtnis ein. Frostegal: Spätestens beim Anblick des Wunderwasserfalls Dettifoss werden Wetterunbilden aller Art zur Nebensache. Unvergessen auch der Rückflug nach zweiwöchigem Polarluftschnappen – mit der "tollsten Crew der Welt" (O-Ton Pilot). Nach dreieinhalb Stunden Kurzweil setzte die Maschine gegen Mitternacht zur Landung an. Die sympathische Stewardess griff noch einmal zum Mikrophon und verabschiedete sich mit kecken schwyzerdeutschen Zungenschlag: "Willkommen in Basel! Das Wetter hier ist wunderbar. Es ist klar und immer noch 26 Grad warm. Wir treffen uns nachher am Rheinknie im Bikini!". Soll noch einer behaupten, der Sommer am Oberrhein hätte überhaupt keinen Reiz.

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Autor: Karlheinz Schiedel