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14. Januar 2012 16:03 Uhr
Freiburg / Staufen
Peter-Huchel-Preis geht an Lyrikerin Bossong
Am 3. April wird sie in Staufen eine wichtige Auszeichnung entgegennehmen: Die Lyrikerin Nora Bossong erhält den Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik.
Die 1982 geborene Schriftstellerin wird vor allem für ihren Band "Sommer vor den Mauern" geehrt. Das Buch sei eine herausragende Neuerscheinung des Jahres 2011, teilte die Jury am Samstag in Freiburg mit. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird vom Land Baden-Württemberg und vom Südwestrundfunk gestiftet.
Laut SWR-Mitteilung überzeugen Bossongs "breites Repertoire poetischer Mittel" und ihr "neugieriger und erfahrungshungriger Blick". Die junge Künstlerin stammt aus Bremen und lebt in Berlin. Wie der SWR schrieb, entdeckt die Preisträgerin "als Dichterin von großem Bewegungs- und Expansionsdrang sowohl in der norddeutschen Provinz als auch in römischen Kathedralen oder amerikanischen Großstädten überraschende Bilder und Geschichten". Sie versetze ihre Leser "mit großem Gespür für Ambivalenzen in einen emotionalen und intellektuellen Spannungszustand".
In einem Interview mit "Deutschlandradio Kultur" hatte Bossong 2007 über ihre Arbeit gesagt: "Die Lyrik hilft dabei, Sprache genauer zu betrachten, also das einzelne Wort ernster zu nehmen, also nicht das Wort als Mittel zum Zweck, um Inhalt rüberzubringen, sondern das Wort als Grundmaterial von Literatur sehr ernst zu nehmen." Das Feuilleton der FAZ attestierte ihr 2011, "in ihrer Dichtung Kunstsinn und Beobachtungsschärfe auf sagenhafte Weise" zu verbinden.
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Der Preis wird seit 1983 vergeben und erinnert an den Lyriker Peter Huchel (1903-1981). Am 3. April 2012 – dem Geburtstag Huchels – soll Bossong die Auszeichnung in Staufen entgegennehmen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Ulf Stolterfoht, Gerhard Falkner, Friederike Mayröcker und Marion Poschmann.
Autor: dpa
