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16. Juni 2012

Nick Hayes

GRAPHIC NOVEL I: Die Erde ist verschmutzt

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"Weh mir Frevler, dass ich schoss, den Schicksalsvogel Albatros", zitierte schon Donald Duck "The Rime of the Ancient Mariner". An die Verse, die der Brite Samuel Taylor Coleridge 1798 verfasste, lehnt Nick Hayes seine "Ballade von Seemann und Albatros" an, allerdings an die Fassung von 1834. In Schwarz-, Weiß- und Blautönen zaubert er wunderbare grafische Spielereien: Ornamente aus Kleintieren umranken Bilder. Runde, abgerundete und eckige Panels überlagern sich, hängen schief, zerfließen. Gedanken, Träume, Phantastereien werden zu einem Sturm aus Linien. Wie im Original plagt sich auch Hayes Seemann mit Schuld und Sühne. Anlass ist die Verschmutzung der Meere, der Erde. Den Reimen fehlt die Leichtigkeit der Grafik. Als Graphic Novel ist Hayes Adaption grenzwertig, was den Genuss seiner grafischen Ideen kaum schmälert.

Nick Hayes: Die Ballade von Seemann und Albatros. Deutsche von Henning Ahrens. Mare Verlag, Hamburg 2012. 352 Seiten, 28 Euro.

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Autor: Jürgen Schickinger


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