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10. Juli 2015

Alle Ponys finden ein neues Zuhause

Ungewöhnliche Rettungsaktion findet ein gutes Ende.

  1. Glücklich über den Ausgang der Hilfsaktion: Karola Hannes, Mucki und Heike Zanon (von links) Foto: M. Wunderle

LÖFFINGEN. Karola Hannes, Vorsitzende des Tierschutzvereins Löffingen und Umgebung ist überglücklich: Alle neun Ponys, die bei einer Aktion im Februar aus verwahrlosten Verhältnissen gerettet wurden, sind inzwischen in festen Händen. Und das alles, sagt Karola Hannes, "ist nur möglich gewesen durch ein unglaubliches Spendenaufkommen und viele engagierte Helfer."

Alle haben nach Aussage von Karola Hannes gute Arbeit geleistet. Die beiden ältesten Ponys Karola und Mucki hat ein Gnadenhof mit Sitz in Cuxhaven ausgenommen, die Pferde stehen allerdings an einem Ort im Kaiserstuhl. Bounty ist in Neuried, kurz hinter Freiburg, Bonita und Shay in einem Nebenort. Herzbub ist in Grafenhausen geblieben, bei einer Frau, die einige der Ponys aufgenommen hat und sich nicht mehr von ihm trennen konnte und Mucki bleibt bei Heike Zanon in Unadingen, die zusammen mit Kai Weißenberger ebenfalls fünf der verwahrlosten Ponys aufgenommen hat. Philipp ist im Moment noch im Stallegg untergebracht, kommt aber nach Kirchzarten und auch Willi ist noch in Pflege, wird aber im August von seiner neuen Besitzerin, die bereits für den Unterhalt aufkommt, abgeholt.

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Alle Ponys sind inzwischen entwurmt, geimpft, kastriert habe eine Zahn- und Hufbehandlung bekommen und auch die Fellpflege hat sich teilweise seht lange hingezogen. Die Ponys haben sich in den vergangenen fünf Monaten bestens entwickelt, das sind sich Karola Hannes und Heike Zanon, die fünf Ponys in Pflege hatte, einig. Sie seien alle richtig aufgeblüht, inzwischen in guten Händen und auch nicht alleine. Alle sind in Offenställen untergebracht und haben so genügend Auslauf. Auch Mucki, von dem sich Heike Zanon nicht trennen konnte, fühlt sich in Unadingen sichtlich wohl, hat Gesellschaft von zwei Pferden und Freundschaft mit dem Hund geschlossen.

Völlig überrascht ist die Vorsitzende des Tierschutzvereins über die riesige Bereitschaft zu spenden. Hilfe kam nicht nur aus der Region, sondern beispielsweise auch aus Stuttgart und Karlsruhe. "Das ist eine ganz tolle Erfahrung der Solidarität mit den Tieren und dem Tierschutzverein gewesen", sagt Karola Hannes. Die Spendenhöhe reichte von fünf Euro bis zu 2000 Euro von einer einzelnen Person. Und auch eine alleinstehende Mutter mit Kind, die kein Geld hatte, hat mit Freunden zusammen Dinge auf dem Flohmarkt verkauft und stolze 200 Euro nach Löffingen überwiesen. Insgesamt sind so 10 000 Euro zusammengekommen, die Kosten belaufen sich bisher auf 9000 Euro, wobei allerdings noch nicht alle Rechnungen bezahlt sind. Dazu kamen noch viele Sachspenden wie säckeweise Karotten und Äpfel, Kraftfutter, Halfter, Decken und Leckerlis. Auch Hufpflegerin und Zahlpflegerin haben je eine Behandlung kostenlos übernommen, so dass Karola Hannes abschließend von einer rundum gelungenen Aktion mit vielen Helfern spricht. Und auch fünf Schafe, die bei der Aktion gerettet wurden, führen ein gutes Leben als Rasenmäher in St. Märgen.

Autor: Martin Wunderle