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28. April 2014

Einheimische Musiker lauschen in Scharen

Bundespolizeiorchester München gibt ein mitreißendes Benefizkonzert in Rötenbach zugunsten der Nachsorgeklinik Tannheim.

  1. Vom Können des Bundespolizeiorchesters München ließen sich die einheimischen Musiker gerne inspirieren. Foto: Heidrun Simoneit

RÖTENBACH. Mit einem beeindruckenden Benefizkonzert gastierte das Bundespolizeiorchester München am Samstag in der Benedikt-Winterhalder-Halle in Rötenbach und bat um Spenden für die Nachsorgeklinik Tannheim. Diese Klinik gehört zu den nur fünf Kliniken in Deutschland, die Rehabilitation für Familien mit krebs-, herz- und mukoviszidosekranken Kindern sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen anbietet.

Wenn ganze Familien nach schweren Schicksalsschlägen wanken, finden sie hier eine segensreiche Einrichtung. Die Nachsorgeklinik Tannheim bietet verzweifelten Patienten und Angehörigen einen Platz, um wieder ins Leben zurückzufinden. "In 80 Prozent gelingt uns das auch", berichtete Hans-Peter Grüttner, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Chefarzt der Kinderonkologie. Man werde aber leider nicht kostendeckend finanziert, halte den Betrieb nur durch Spenden am Laufen und freue sich deshalb sehr über das Konzert der Berufsmusiker aus Bayern.

Das Bundespolizeiorchester ist mit fast 100 Konzerten ständig auf Tour. "Heute sind wir mit 40 Musikern hier, um eine gute Sache zu unterstützen", erklärte Pressesprecher Helmut Mutter. Bürgermeister Josef Matt freute sich auf einen Abend mit erstklassiger Musik und bedauerte, dass viele Plätze frei blieben: "Es sind noch Ferien, dazu ist Kommunion", versuchte er das Fehlen von Zuhörern einzuordnen. Er beglückwünschte das Orchester, denn es hätte mit dem Gastauftritt in Rötenbach die richtige Gemeinde gewählt: "Wir haben drei Kapellen vor Ort." Viele einheimische Musiker saßen in der Halle und ließen sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen. In der Pause hatten sie Gelegenheit, sich mit den Gästen ausgiebig auszutauschen.

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Unter der Leitung von Dirigent Stefan Weber und mit Moderator Christian Lombardi genossen die Besucher ein beschwingtes Konzert, das im ersten Teil Klassik und im zweiten Teil moderne Stück präsentierte. Nach einem italienischen Marsch zu Beginn folgten wunderschöne Operettenklänge, festliche Sinfonien, die das sinfonische Blasorchester mit Stücken aus berühmten Musicals komplettierte. "Lernen Sie unser Orchester und seine vielfältige Musik von allen Seiten kennen", forderte Lombardi die Zuhörer auf. Und dies taten sie, erlebten einen schwungvollen Abend und spendeten anschließend für eine gute Sache.

Autor: Heidrun Simoneit