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13. November 2009

Feuerwehr verhindert Katastrophe

Großeinsatz in Löffingens Altstadt / Stadtkommandant Fechti: "Nachts hätte der Brand ganz andere Ausmaße angenommen".

LÖFFINGEN. Großeinsatz für die Feuerwehr in der Löffinger Altstadt: Aus noch unbekannten Gründen brannte es gestern Morgen im Obergeschoss des ehemaligen Hauses Nickel am Rathausplatz. Personenschäden sind nicht zu verzeichnen, der Sachschaden wird aber auf rund 150 000 Euro geschätzt.

Ein Mitarbeiter der Sparkasse, der gegen 8 Uhr den qualmenden Dachstuhl bemerkte, alarmierte die Hilfskräfte und auch die Bewohner und Nachbarn. Zur Verstärkung der Löffinger Feuerwehr wurden vor allem Atemschutzgeräteträger aus den Abteilungswehren Seppenhofen, Göschweiler und Unadingen hinzugezogen. 35 Feuerwehrleute waren vor Ort, die unter Leitung von Axel Fehrenbach nach einer Stunde den Brand unter Kontrolle hatten. Zur Verhinderung von Wasserschäden an den angrenzenden Häusern wurde sofort mit dem Absaugen des Löschwassers begonnen und mit einer Wärmebildkamera der Feuerwehr Titisee-Neustadt nach möglichen Glutnestern gesucht.

Da es sich um ein Mittelhaus mit unmittelbarem Anbau links und rechts handelt, gestaltete sich der Einsatz für die Löschmannschaft schwierig und erforderte besonders umsichtiges Vorgehen. Bewährt hat sich dabei wieder die neue Drehleiter, die ein direktes "Agieren" im Fassaden- und Dachbereich möglich machte. Denn teilweise musste das Dach aufgehackt werden, um an den Brandherd zu gelangen. Der Verkehr wurde während des Einsatzes umgeleitet. Vor Ort waren neben DRK und Polizei auch Kreisbrandmeister Max Eschenlohr und Stadtkommandant Ernst Fechti. Bürgermeister Norbert Brugger beobachtete zusammen mit etlichen besorgten Nachbarn den Einsatz. Da das Haus schon wegen fehlendem Strom und Wasser nicht bewohnbar ist, wurden für die Mieter von Seiten der Gemeinde entsprechende Unterkunftsmöglichkeiten gesucht.

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Das Haus wurde nach dem Großbrand von 1921 getreu dem mittelalterlichen Grundriss und den traditionellen Bauformen mit Staffelgiebel und Sandsteingewände gebaut. Im Untergeschoss, in dem früher die Metzgerei Nickel untergebracht war, befinden sich heute Geschäftsräume und Mietwohnungen. Die Wohnung, in der vermutlich das Feuer ausgebrochen ist, war unbewohnt und wurde gerade renoviert. Der Hauseigentümer, ein Architekt aus Hüfingen, hat mit der Fassadensanierung begonnen und wollte diese auch im Innenbereich fortsetzen. Eine Untersuchung durch einen Brandsachverständigen, der gestern Nachmittag hinzugezogen wurde, soll nun die Brandursache klären. "Wenn der Brand nachts ausgebrochen wäre, hätte er ganz andere Ausmaße angenommen", meinte Stadtkommandant Ernst Fechti nach Einsatzende. Denn die Flammen drangen gestern morgen bereits durch die Holzböden ins Dachgeschoss und konnten nur dank des sofortigen Einsatzes in Schach gehalten werden. "Nachts", so Fechti, " hätten wir es mit einem Vollbrand zu tun bekommen".

Autor: Christa Maier