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22. Februar 2010

Feuerwehrleute mit Leib und Seele

Löffinger Wehr zeichnet Georg Fritschi, Rudolf Fehrenbach, Bernhard Heizmann, Rudolf Jordan und Heinrich Kopp aus.

  1. Ehrungen bei der Löffinger Feuerwehr: Auf 215 Feuerwehrjahre bringen es Rudolf Fehrenbach, Bernhard Heizmann (beide 40 Jahre), Rudi Jordan (50), Heinrich Kopp (60) und Georg Fritschi (25). Mit im Bild Bürgermeister Norbert Brugger und Abteilungskommandant Ernst Fechti, die die Auszeichnungen vornahmen. Foto: Christa Maier

LÖFFINGEN. Ganz im Zeichen verdienter Mitglieder stand die Hauptversammlung der Löffinger Abteilungswehr, bei der Abteilungskommandant Ernst Fechti und Bürgermeister Norbert Brugger fünf Kameraden für nicht weniger als 215 Jahre Dienstjahre mit Urkunden, Ehrenzeichen und Präsenten auszeichnen konnte.

Einsatzwille, Kameradschaft und großes Engagement wurde Georg Fritschi bescheinigt, der seit 25 Jahren in den Reihen der Floriansjünger zu finden ist. Fritschi ist nach Aussagen von Fechti ein "Produkt der Jugendfeuerwehr". Mit 18 Jahren wechselte er zu den Aktiven, absolvierte den Truppmann- und Truppführerlehrgang und beteiligte sich an Leistungswettkämpfen. Vor allem glänzt der Geehrte als Praktiker, dessen Arbeit nach außen hin zwar unpopulär, aber sehr wichtig für die Feuerwehr sei.

Als hervorragendes Beispiel für Bürgerschaftsengagement hob Kommandant Ernst Fechti Hauptfeuerwehrmann Rudolf Fehrenbach hervor, der ebenfalls über die Jugendfeuerwehr zu den Aktiven kam und sich bei verschiedenen Leistungswettkämpfen Bronze, zweimal Silber und einmal Gold sicherte. Der "Mann im Stillen", wie er von Fechti bezeichnet wurde, versah in seinen 40 Dienstjahren lange Zeit auch das Amt des Kassierers und sei auch heute noch immer da, wenn er gebraucht werde.

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Ebenfalls für 40 Dienstjahre wurde Bernhard Heizmann ausgezeichnet. Der Jubilar trat bereits 1965 der Feuerwehr bei und holte bei den Leistungswettkämpfen Bronze und zweimal Silber. Seit 1987 steht er der Feuerwehr als zuverlässiger Fähnrich zur Verfügung. Sowohl Fehrenbach als auch Heizmann wurden von Bürgermeister Brugger mit der Uhr der Stadt Löffingen geehrt.

Auf ein halbes Jahrhundert Feuerwehrdienst bringt es Rudolf Jordan, der lange Jahre stellvertretender Kommandant und 25 Jahre Schriftführer war. "Du hast Deine Berichte geradezu zelebriert", schmunzelte Fechti im Hinblick auf dessen damals noch handgeschriebenen und detailgenauen Dokumentationen. Der Jubilar habe zusammen mit dem heutigen Altkommandanten Fritz Isele viel bewegt und beim Bau des Gerätehauses (1977 bis 1979) stark angepackt. Einen äußerst humorigen Einblick in die damalige Zeit gab Jordan, der an die Zeit der Leistungswettkämpfe in Donaueschingen und den "Angriffstrupp" aus Löffingen mit Fritz und Arno Adrion oder Hermann Jordan erinnerte. Die Motorspritze, ein Zweitakter aus dem Weltkrieg, ließ keine Wasserbeförderung zu und hätte ihnen damals den Erfolg gründlich vermasselt. So sei es einer "jungen und zielstrebigen Mannschaft" nicht vergönnt gewesen, unter die ersten zu kommen, zitierte Jordan den damaligen Schriftführer.

An diese Zeit kann sich auch Heinrich Kopp noch gut erinnern, der es auf nicht weniger als 60 Dienstjahre bei der Löffinger Feuerwehr bringt. "Trotz Deiner Leidenschaft als Fußballspieler hast Du Dich mit Leib und Seele bei der Feuerwehr eingebracht", bestätigte Fechti dem 79-Jährigen. Dass Kopp auch immer als einer der besten Probenbesucher geehrt werden konnte, unterstreiche dessen Verbundenheit zur Feuerwehr. Diese kommt nicht von ungefähr, wie Kopp im Gespräch mit der Badischen Zeitung verriet. Denn schon sein Urgroßvater, Johann Kopp, war Feuerwehrmann und gehörte 1868 zu den Gründern der Löffinger Wehr. Vor allem die Kameradschaft habe er in all den Jahren sehr geschätzt. Als bisher größte Herausforderung in seiner Feuerwehrlaufbahn nannte er die Überschwemmung in Löffingen im Jahre 1975. Beim Bau des Feuerwehrgerätehauses 1979 brachte er sich mit 100 ehrenamtlichen Stunden ein und auch beim Umbau vor fünf Jahren stand der Feuerwehrmann wieder mit Rudi Jordan im freiwilligen Arbeitstrupp.

Autor: Christa Maier