Förderverein für die Dorfgemeinschaft

Heidrun Simoneit

Von Heidrun Simoneit

Fr, 26. Mai 2017

Löffingen

Rechtzeitig zu 800 Jahr-Feier in Reiselfingen nimmt der neue Verein seine Arbeit auf / 19 Besucher treten spontan bei.

REISELFINGEN. Es soll ein rauschendes Fest werden, die 800 Jahr-Feier 2018 in Reiselfingen. Dafür ist umsichtiges Vorgehen gefragt. Wie soll das große Fest ablaufen, wer übernimmt welche Aufgaben, wer kümmert sich im Vorfeld um Sponsoren und Werbung? Um die Kräfte bestmöglich zu bündeln, wurde jetzt im Gasthaus Krone in Reiselfingen der Förderverein "Dorfgemeinschaft Reiselfingen e. V." gegründet.

Zahlreich waren interessierte Reiselfinger zu diesem Termin erschienen. 19 von ihnen entschieden sich an diesem Abend spontan, diesem Verein beizutreten und Mitglied zu werden. Denn nur die Mitglieder konnten anschließend den Vorstand (für zwei Jahre) wählen. Und das taten sie anschließend zügig und folgten einstimmig den Vorschlägen. In geheimer Wahl wurde Jürgen Drescher der Vorsitzende, ebenfalls geheim gewählt wurde Martin Lauble als stellvertretender Vorsitzender. In offener Wahl wurde Melanie Diesperger Schriftführerin, Gerald Münzer übernimmt die Kasse, erster Beisitzer ist Volker Baader (FC Reiselfingen), zweite Beisitzerin ist Jasmin Werne (Musikverein). Kassenprüfer sind Markus Teuber und Pia Duttlinger.

Nach kleinen Änderungen beschlossen die Mitglieder die vorgelegte Satzung des neuen Vereins. Darin ist verankert, dass Neuwahlen des Vorstands im Wechsel erfolgen sollen. 2019 werden deshalb zuerst Stellvertreter, Schriftführer und zweiter Beisitzer gewählt. Ein Jahr später stehen die Wahlen um die Ämter des Vorsitzenden, des Kassierers und des ersten Besitzers an. Der Mitgliedsbeitrag des Fördervereins beträgt jährlich 15 Euro.

Acht Vereine gab es vorher in Reiselfingen. Es ist in der Satzung ausdrücklich vermerkt, dass es wünschenswert ist, dass die Reiselfinger Vereine, der Ortschaftsrat, die Feuerwehr und andere Gruppierungen im Vorstand mit zwei Sitzen als Beisitzer vertreten sind. Diesem Wunsch sind die Vereine gefolgt. Es wurde außerdem festgelegt, dass anwesende Mitglieder ab dem vollendeten 16. Lebensjahr stimmberechtigt sind.

Der Förderverein soll die Finanzierung des Jubiläums auf eine gemeinsame Basis stellen, damit ein geordneter Verlauf gesichert ist. Sponsoren und Spenden sollen gewonnen werden, um eine möglichst große Unterstützung zu erhalten. Gemeinsames Marketing (Werbung, Plakate, Flyer, Anzeigen), Ausgaben für die Infrastruktur, Technik, Versorgung, Genehmigungen, Versicherungen, Konten eröffnen, Gebühren, Darsteller, Unterhaltung, Musikgruppen, Verpflegung, Geschenke – die Liste ist lang und sollte zügig abgearbeitet werden. "Jetzt haben wir noch die Zeit, alles zeitnah zu erledigen", erklärte Martin Lauble. Denn die Zeit vergeht schnell. Und was bereits erledigt ist, beruhigt und entspannt.

Heimatgedanken und Dorfkultur pflegen und fördern, das hat sich der gemeinnützige Förderverein vorgenommen. Deshalb wird es auch ein Leben nach dem Fest geben, in dem neue Projekte verwirklicht werden sollen. Vom klassischen Verein unterscheidet sich der Verein darin, dass der Vereinszweck nicht die unmittelbare Freude am Tun, also eigene Veranstaltungen, gemeinsames Sporttreiben der Mitglieder in den Vordergrund stellt, sondern im Einwerben von Spenden und der Beziehungspflege und Werbung für die Tätigkeit anderer besteht.

Wer Mitglied im Förderverein werden möchte, wendet sich an Martin Lauble, Tel. 07654/1763) oder an Jürgen Drescher, Tel. 07654/7650.