Geologie zum Anfassen

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Di, 04. September 2018

Löffingen

Führung durch die Kiesgrube.

LÖFFINGEN-REISELFINGEN (wun). Geologie zum Anfassen gibt es am kommenden Samstag, 8. September im Steinbruch in Reiselfingen. Die Veranstaltung ist eingebettet in die 800-Jahr-Feier des Löffinger Ortsteils. Denn die Kiesgrube ist ein wichtiger Bestandteil von Reiselfingen, erläutert Ortsvorsteher Martin Lauble die Motivation für dieses spezielle Angebot gegenüber der Badischen Zeitung. Zum einen natürlich durch die Einnahmen, die der Kiesabbau jährlich in die Stadtkasse spült, auf der anderen Seite aber auch durch das hohe Aufkommen an Lastwagenverkehr im Ort.

Dabei seien aber die 50 Jahre Kiesabbau, über die Vertreter der Firma Meichle und Mohr berichten werden, nur eine verschwindend kleine Zweitspanne in dem gesamten Themenkomplex Geologie für diesen Bereich, sag Lauble. Dafür habe man mit Martin Fetscher aus Villingen einen ausgewiesenen Experten in Geologie gewinnen können, der auch beim Baarverein schon Vorträge gehalten und vor einigen Jahren in Reiselfingen schon einmal Führungen angeboten habe. Er sei also mit diesem Thema vertraut, so Lauble.

Wer sich für die Geologie interessiert, sollte einen Hammer und eine Schutzbrille mitbringen. Denn in der Kiesgrube lasse sich auch das ein oder andere Relikt finden, von Tieren, die hier einmal gelebt haben, sagt Lauble. Außerdem werde man zur Einführung das Relief der Wutachschlucht, das normalerweise in der Drei-Schluchten-Halle in Bachheim steht, nach Reiselfingen bringen, ebenso wie den Mammutzahn, der im Stadtmuseum aufbewahrt wird. Doch auch die Renaturierung, die vielen Tieren Lebensraum biete, sei bei der Führung ein Thema.

Treffpunkt zu den beiden Führungen, die um 10.30 Uhr und um 14.30 Uhr stattfinden, ist jeweils am benachbarten Segelflugplatz in Reiselfingen. Denn weil am darauffolgenden Tag dort der Tag der offenen Tür stattfindet, sei bereits ein Festzelt aufgebaut, Parkmöglichkeiten sind vorhanden und für das leibliche Wohl der Besucher wird ebenfalls gesorgt, sagt Martin Lauble.