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10. Februar 2012
Junglandwirt wird Großwildjäger
Die Löffinger Laternenpost bietet auch diesmal wieder eine Fülle von humorvollen Beiträgen aus dem Ösch.
LÖFFINGEN. Wie ein Löffinger Junglandwirt zum Großwildjäger wurde, warum ein bekannter Metzgermeister in letzter Minute dem OP-Tisch entkam oder was es mit der nächtlichen Drogensuche am Löffinger Kreisel auf sich hatte, dies und noch vieles mehr erfahren die Leser der leuchtend gelben Laternenpost, die ab Samstag, 11. Februar, unters Volk gebracht wird.
Der Sinn des Narrenblättles, lustige Begebenheiten entsprechend zu dokumentieren und das Zeitgeschehen auch von der kritisch-närrischen Seite zu betrachten, hat das Redaktionsteam um Conrad Bader (er gilt mit seiner 30-jährigen Erfahrung als alter Hase im Redaktionsgeschäft), Diana Frei, Bianca Egle und Franz Scholz sowie Rudolf Gwinner als "freier Mitarbeiter" auch dieses Jahr nicht verfehlt. Auf 68 Seiten wurde Erlebtes und Erlauschtes humorvoll in Geschichten, Gedichten, Sprüchle und in Karikaturen aufgearbeitet. Da der Dialekt manchen Situationen erst die richtige Würze verleiht und er zudem den engen kulturhistorischen Zusammenhang zwischen Fasnet und Dialekt ausdrückt, wurden einige Dialektformulierungen verwendet. Gwinner: "Man stelle sich unsere Narrensprüchle in Schriftdeutsch vor!"Werbung
Auch wenn die Beschaffung von Informationen vor allem aus den Ortsteilen mit eigenen Narrenzeitungen nicht einfach sei und die unterschiedlichen Ansichten über die Grenze der Narrenfreiheit heute zu den Schwierigkeiten bei der Narrenblattverfassung gehören, so konnte das Redaktionsteam doch wieder auf eine Fülle von lustigen Beiträgen aus Politik und Vereinswelt zurückgreifen.
Fast schon erwartungsgemäß boten Festhalleneinweihung, närrischer Machtwechsel und die windigen Hochschwarzwälder, die Elektrifizierung der Höllentalbahn und die geplatzte Schönfuss-Modeschau in Berlin den Schreiberlingen wie dem begnadeten Karikaturisten Hermann Egle Inspirationsquellen. Der spektakuläre Bulldogabsturz in Göschweiler lässt sich ebenfalls zwischen lustigen Begebenheiten in den anderen Löffinger Ortsteilen und Rötenbach finden. Zur Freude der Leser spitzte wieder jemand bei den Gemeinderatssitzungen die Ohren und Griffel, mit denen auch Neuerwerbungen der Stadtbibliothek mit aussagekräftigen Titeln wie "Vom Bürgermeister zum Rasthofmeister" oder "Wie aus den Öschfuzzies die Kölner Domspatzen wurden" notiert wurden. Aufgelockert wird das Blatt mit der im vergangenen Jahr begonnenen Bilderserie zu Fasnetgruppen 2011 und "Schmu-Du-Wieber". Der erfreuliche Trend im Anzeigenbereich, dessen Koordination in den Händen von Diana Frei liegt, schlug sich in der Preisgestaltung nieder: Für drei Euro kann man auch in diesem Jahr die Laternenpost anbieten, die ab Samstag durch die aktiven Hästräger und Zwanzigjährigen an der Haustür verkauft werden. Ab Montag,13. Februar, liegt das närrische Blatt bei Blumen Vierlinger, Zigarren Vogt, Schreibwaren Hauser, Café Fuß, Schuhmacher Scholz, Friseursalon Hofmeier, Metzgerei Butsch und in Unadingen beim Kaufhaus Ketterer-Rieple zum Verkauf aus.
Autor: Christa Maier
