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19. August 2015

Kiosk mit zwei Zielgruppen

Der Dorfkiosk Bachheim soll Touristen und Einheimischen Raum für Rast und Einkehr bieten.

  1. Christoph Vögelin vor seinem neuen Dorfkiosk. Foto: Karla Scherer

BACHHEIM. Der neue Kiosk in Bachheim hat seine Pforten geöffnet. Stolz präsentiert Christoph Vögelin seinen "Dorfkiosk Bachheim". Schon die Schreibweise "Dorfkiosk" soll die Verbindung der Einrichtung mit dem Dorf signalisieren.

Vor fünf Jahren wechselten Christoph Vögelin und seine Ehefrau Karin die Rollen. Die Ehefrau stieg wieder in das Berufsleben ein und arbeitet heute als Hauswirtschaftsleiterin im Haus "Tannfried" in Titisee-Neustadt. Christoph Vögelin wurde Hausmann. Dann trieb ihn eine neue Idee an: Er wollte für die Bachheimer eine Einkehrmöglichkeit schaffen. Daraus entstand der Dorfkiosk mit der doppelten Zielgruppe. Zum einen die Wanderer, die die in der Wutach-, Gauchach- und Engeschlucht unterwegs sind, andererseits die Bachheimer selbst. Für Letztere bietet Vögelin einen Stammtisch, ein Café oder eine Einkehrmöglichkeit für Vereine und Gruppen. Und der Kiosk soll Heimat für Cegospieler werden. Natürlich hofft Vögelin auf Gäste aus der Raumschaft.

Das Beste aus der kleinen Fläche

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Christoph Vögelin ist Schweizer, seit 22 Jahren lebt er in Bachheim. Er ist gelernter Schreiner und Wagner und dies zeigt sich in der Gestaltung des Dorfkiosks. "Mit meiner Ehefrau habe ich ein Modell im Maßstab 1:10 angefertigt", erzählt er. "Dieses haben wir immer weiter verbessert." Sie wollten das Beste aus einer kleinen Fläche herausholen.

So konnte alles lange reifen. Den Rohbau erstellte das Bachheimer Zimmergeschäft Kuttruff, den Ausbau übernahm im Wesentlichen Christoph Vögelin selbst. Dabei waren ihm seine Söhne eine große Hilfe, die alle einen handwerklichen Beruf ausüben. Und froh war er im Blick auf die Gastronomie über die Tipps seiner Ehefrau: "Sie ist schließlich vom Fach." Es entstand so ein kleiner Gastraum mit circa 26 Sitzplätzen. Weitere 50 Personen finden draußen im teils überdachten Biergarten Platz. Die Inneneinrichtung zeigt viel Liebe zum Detail. So ließ Vögelin im Rötenbacher Wald einen Fichtenbaum fällen. Dieser bildet jetzt die Obertheke, ist von einer Seite her offen und bietet Platz für das komplette Gläsersortiment. Die Stühle hat Vögelin selbst gedrechselt. Das Kastanienholz für die Stuhlbeine stammt aus dem Tessin, aus dem Wald seiner Eltern. Ein besonders liebevolles Detail sind die in die Wand eingearbeiteten Kästchen für die Cegokarten und für weitere Spiele. Man merkt dem Bau eben die Verbundenheit Vögelins zu seinen Lernberufen an. Stolz ist der Wirt, dass die Bauabnahme und die hygienische Abnahme ohne Beanstandungen erfolgt sind. Dabei waren recht viele Hürden zu überwinden, da sich der Kiosk auf einer Naturschutzfläche befindet. Im Außenbereich legte Vögelin eine den Vorschriften entsprechende Wildblumenwiese an.

Geöffnet ist der Kiosk sonntags ab 10 Uhr, wochentags ab 13 Uhr. "Ansonsten habe ich mich mit den Öffnungszeiten noch nicht festgelegt." Gastronomisch legt der Wirt Wert auf hohe Qualität und einheimische Lieferanten. "Ich will keine Imbissbude sein", betont er.

Der neue Dorfkiosk liegt neben der Drei-Schluchten-Halle am Eingang zur Wutachschlucht. Parkplätze stehen neben der Halle zur Verfügung. Tel. 0152 53231542

Autor: Karla Scherer