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11. Mai 2017

Leserbriefe

FRIEDHÖFE

Erdbestattung kaum noch bezahlbar
Zum Artikel "Letze Ruhe unterm Baum" in der Badischen Zeitung vom 6. Mai

Die letzte Ruhe unter einem Baum auf einem Friedhof ist die letzte Möglichkeit einer Friedhofverwaltung den bestehenden Friedhof überhaupt noch zu erhalten. Alle anderen Bestattungsformen können von den meisten Menschen nicht mehr finanziert werden. Wenn sich Herr Behnke von der CDU es für sich selbst nicht vorstellen kann, so bestattet zu werden, sollte er schon jetzt anfangen zu sparen, damit er sich eine Erdbestattung leisten kann. Jede dritte Bestattung in Deutschland wird vom Sozialamt bezahlt. Steigende Altersarmut, lange Pflegezeiten und hohe Kosten lassen eine andere Bestattungsform einfach nicht mehr zu. Das Bestattungsgesetz in Deutschland ist auf Erdbestattungen ausgelegt wo Liegezeiten von 25 Jahren auf einem Friedhof unumgänglich sind. Da aber eine Urne mit menschlicher Asche befüllt wird, braucht man keine Ruhezeit mehr auf einem Friedhof. Friedhöfe können nur noch gehalten werden, wenn die Grabplatzgebühren drastisch gesenkt werden. Ansonsten sollte man die Bestattungspflicht für Urnenasche aufheben und es den Schweizern und den Franzosen gleichtun. In beiden Ländern hat es noch nie eine Bestattungspflicht für Asche gegeben und dort gibt es auch Bestatter, Steinmetze und Gärtner wie in Deutschland. Ansonsten müsste eine Sterbegeldversicherung zur Pflichtversicherung werden, denn nur so könnten die Bestattungskosten abgedeckt werden.

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Michael Vollmer, Titisee-Neustadt

Autor: Michael Vollmer, Titisee-Neustadt