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24. Februar 2010

Neue Drehleiter hilft oft

Bilanz der Löffinger Feuerwehrabteilung / Bürgermeister steht zu Ortsteilwehren.

  1. Öllappen haben sich in einem Haus in der Innenstadt im November selbst entzündet und zu einem Brand geführt. Foto: Christa Maier

LÖFFINGEN. Eine große Bandbreite an Einsätzen hatten die Floriansjünger der Abteilung Löffingen im vergangenen Jahr zu bewältigen. Insgesamt 56 Einsätze, darunter acht Brände, sechs Unfälle vorwiegend auf der B 31 oder auch zwölf Amtshilfeleistungen für das Rote Kreuz hielten die Wehr auf Trab.

Die neue Drehleiter hat sich nach Aussagen von Schriftführer Wolfram Wiggert nicht nur im Hinblick auf den Innen- und Außenangriff bei dem durch Selbstentzündung Ölgetränkter Lappen entstandenen Großbrand in der eng bebauten Löffinger Innenstadt bewährt. Auch die im letzten Jahr außergewöhnlich hohe Anzahl von Bergungen von Verletzten und Kranken durch die Fenster ins Freie wurde durch die Drehleiter einfacher.

Personenbefreiungen aus einem Aufzug, brennende Kamine, Autos und Heuballen, Ölspuren, ein Wespennest sowie die Bergung eines toten Rindes vervollständigten die Einsatzstatistik. Diese beinhaltet auch sechs Fehlalarme, die Bereicherung des Open Air Konzerts der Stadtmusik mit Wasserspielen, das Füllen eines Löschwasserbehälters mit 100 000 Liter Wasser, Parkplatzdienst, Verkehrsregelung und Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Anlässen.

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Brandschutzunterweisungen, Belastungsübungen, die Ablegung von Leistungsabzeichen in Bronze, Truppmann- und Sprechfunkausbildung von 23 Männern, Lehrgänge für fünf Atemschützer und zwei Gruppenführer sowie 24 Proben (ohne die außerordentlichen) unterstreichen den Stellenwert der Aus- und Fortbildung.

Der Abteilung gehören 46 Aktive, 13 Jugendfeuerwehrmänner sowie zwölf Männer in der Altersmannschaft an. Die Gesamtwehr, die sich aus insgesamt 214 Aktiven, 36 Jungfeuerwehrmännern sowie 128 Männer in der Altersmannschaft zusammensetzt, hatte es mit 73 Einsätzen, darunter 20 Brände und 33 technische Hilfeleistungen, zu tun. Drei Menschen wurden gerettet, zwei konnten nur noch tot geborgen werden.

"Der Personalbestand ist stabil" freut sich Abteilungskommandant Ernst Fechti. Die stille Alarmierung durch Meldeempfänger, die jetzt auch junge Kameraden aus den Ortsteilen ins Geschehen einbinden, habe die Situation der Tagbereitschaft verbessert.

"Wir haben schlagkräftige

Leute, so dass es mir um

die Zukunft der Wehr nicht

bange ist."

Kommandant Ernst Fechti
Die Anschaffung weiterer "Piepser" sowie das neue Transportfahrzeug bringen noch einmal Verbesserungen. Hohe Einsatzbereitschaft, die über das normale Maß hinaus gehe, bescheinigte er Christian Isele: Er halte nicht nur Fahrzeuge und Technik in Schuss, sondern repariere auch mit Ideen und Idealismus defekte Geräte, wodurch viel Geld gespart werde. Nicht weniger engagiert sei sein Bruder Konrad Isele, der durch die Wartung und Prüfung der Atemschutzgeräte große Verantwortung übernommen habe. Einer Reihe weiterer Feuerwehrmännern dankte Fechti. Auch hob er seinen Stellvertreter Axel Fehrenbach hervor, der mit seinen Mitarbeitern bei jedem Einsatz zur Stelle ist.

Als beste Probenbesucher wurden Heiko Fehrenbach, Patrick Selb, Sascha Gottwald und Johann Fritschi (Altersmannschaft) mit Löffinger Talern bedacht. Der Kassenstand ließ nach Auskunft von Karl-Friedrich Geisinger auch eine Spende von 400 Euro an die Amselgruppe zu.

In diesem Jahr stehen viele Lehrgänge auf dem Programm, mindestens eine Mannschaft soll an den Leistungswettkämpfen in Breisach teilnehmen.

Die Stadt stehe hinter der Feuerwehr, was auch das Haushaltsvolumen von knapp 124 000 Euro unterstreiche, sagte Bürgermeister Norbert Brugger. "Solange die Schlagkraft der Ortsteilwehren vorhanden ist, stellt sich die Frage einer Zusammenlegung nicht" verdeutlichte er.

Autor: Christa Maier