Reise mit den Wikingern

Christa Maier

Von Christa Maier

Fr, 09. Januar 2015

Löffingen

Musikverein Unadingen glänzt beim Dreikönigskonzert.

LÖFFINGEN-UNADINGEN. Auf musikalisch hohem Niveau bewegte sich der Musikverein Unadingen beim Dreikönigskonzert, das Dirigent Igor Guitbout zusammen mit seinem 50-köpfigen Orchester unter das Motto "Abenteuerreise mit den Wikingern" stellte.

Die Besucher in der voll besetzten Bürgerhalle kamen in den Genuss, Blasmusik in einer großen Bandbreite zu erleben. Unter der Leitung von Corinna Sukale zeigten zunächst die 14 Nachwuchsmusiker ihr musikalisches Können. Mit leisen Tönen ließen sie ihre Zuhörer mit "You`ll be in my Heart" an der Liebesgeschichte von Tarzan und Jane teilhaben und gaben äußerst lebendig die Schiffsmeuterei bei "Pirates oft the Caribbean" wieder. Durch Erläuterungen von Helena Kästner und Leonie Löffler ging es mit schwungvollen Klängen auf die Reise der Phantasie und Vernunft mit "Nessaja", bevor mit "Accidentally in Love" die Darbietungen romantisch endeten.

Aus ihren Träumereien wurden die Besucher mit dem Eröffnungsmarsch "The Viking" des Hauptorchesters geweckt, der einen Gegenpol zu dem anschließenden Oberstufenstück "Isles oft the Blessed", der "Insel der Gesegneten", bildete. Das fantasievolle Werk von Bert Appermont handelt von Febal, der mit seinen Gesellen in die "Anderwelt" (Otherworld) reist, wo es nur Sonne und Wohlstand gibt. Das Wechselspiel der verschiedenen Instrumente erforderte von den Musikerinnen und Musikern höchste Konzentration, die auch den Zuhörern abverlangt wurde. Ebenfalls bei Edvard Griegs romantischem Orchesterstück "Peer-Gynt-Suite No. 1", das in vier Sätzen und mit zahlreichen Instrumentensolos angeboten wurde, hielt sich die Anspannung bis zuletzt. Hier wurden besonders die Holzinstrumente und das Selbstbewusstsein ihrer Spielerinnen und Spieler gefordert.

Lohn für harte Probenarbeit

"Hat gut geklappt", zeigte sich Dirigent Guitbout mit den Darbietungen der beiden schweren Stücke sehr zufrieden, der Lohn für die harte Probenarbeit wurde am Konzertnachmittag hörbar.

Nach der wohlverdienten Pause ging es bei "Appalachian Overture" mit ruhigen solistischen Passagen von Trompete und Flöte in die schöne Landschaft des nordamerikanischen Gebirgszuges Appalachen, bevor "Dublin Dances" des Belgiers Jan van der Roost, einer Kombination aus Marsch, Liebeslied und einem Tanz, die Füße wippen ließen. Nicht nur in Irland ließen die Wikinger ihre Spuren zurück, wie Ansagerin Lioba Ketterer charmant informierte, sondern auch im "Immigrant Song" aus dem Medley "Led Zeppelin on Tour". Für die spannungsgeladene Umsetzung moderner Musik erntete der Musikverein begeisterten Applaus.

Dass auch der ansonsten ruhige und professionelle Dirigent Spaß versteht, zeigte sich beim "Wicky-Medley", das er mit entsprechender Kopfbedeckung dirigierte. Erst nach einigen Zugaben durften die Wikinger das Schiff verlassen. Dank richtete Vorsitzende Karin Zorn an den Kapitän, der das Orchester seit den Sommerferien mit ausschließlich neuen Stücken auf den Jahreshöhepunkt vorbereitete. Auch dankte sie dem "König des Glockenspiels", Friedhelm Meyer aus Bräunlingen, der das Orchester als Gastspieler ergänzte.