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23. November 2009

Zusammenarbeit wird immer besser

Feuerwehrkommandant Fechti lobt bei der Hauptversammlung das gute Zusammenspiel der einzelnen Abteilungen.

LÖFFINGEN. Ein Spiegelbild für das Zusammenwachsen der Löffinger Ortsteile ist die Feuerwehr. Dies zeigte nicht nur die sehr gute Beteiligung bei der Hauptversammlung in der Löffinger Festhalle sondern auch die Berichte über das gut funktionierende Zusammenspiel der Abteilungswehren untereinander. Zum neuen stellvertretenden Kommandanten wurde Bernd Schwörer (Göschweiler) gewählt, der in die Fußstapfen von Herbert Frei trat. In geheimer Wahl wurde auch Kommandant Ernst Fechti mit 134 von 157 abgegebenen Stimmen bestätigt.

In den Feuerwehrausschuss wurden Axel Fehrenbach, Roland Scholl, Christian Isele (alle Löffingen), Matthias Burger (Bachheim), Martin Bächle (Dittishausen), Andreas Schätzel (Göschweiler), Manuel Langenbacher (Reiselfingen), Stefan Oschwald (Seppenhofen) und Patrik Oschwald (Unadingen) gewählt. Aus diesem Gremium wird auch der neue Schriftführer bestimmt, da Alfred Bausch, einziger Nichtfeuerwehrmann sein Amt nach zehn Jahren zur Verfügung stellte. Sprecher der Altersmannschaft wurde Rüdiger Bednarz.

Die ständige Bereitschaft, sich mit Leib und Leben für den Nächsten in Not einzusetzen, hat sich seit der Gründung der verschiedenen Ortsteilwehren nicht geändert. Doch verändert haben sich Struktur und Aufgabenstellung der Wehr, die heute mit hochtechnischen Einrichtungen die Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung übernimmt. "Die Selbständigkeit der Ortsteilwehren habe ich nie in Frage gestellt" verdeutlichte Kommandant Ernst Fechti. Schon im Hinblick auf die Ortskenntnisse sei die Förderung und der Erhalt der Abteilungswehren wichtig, deren Bedeutung als Kulturträger sei unumstritten. Bei Einsätzen jedoch spielten Abteilungen nicht mehr die Rolle, die Vorgaben seien für alle gleich. Der Einsatz von Fahrzeugen aus Löffingen in den Abteilungswehren und die gute Ausbildung auch der Jugendfeuerwehr, die mit technischem Gerät bestens vertraut gemacht wird, fördere die Zusammenarbeit und ermögliche den Personalaustausch. Als Beispiel des Zusammenspiels nannte er die Brände in der Schattenmühle oder beim Nickel-Haus. Logische Konsequenz dieser Strukturveränderung ist für Fechti der Auftritt in der Öffentlichkeit als eine Wehr. Mittlerweile sind alle Ortsteilwehren mit Hochstrahlrohren für die Einsatzausbildung besonders der Atemschutzgeräteträger ausgestattet. Zehn neue Atemschutzgeräte erweitern den Gerätebestand, dessen einwandfreier Zustand in erster Linie Gerätewart Christian Isele zu verdanken sei.

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Um erfolgreich helfen zu können, wird neben der umfangreichen technischen Ausstattung auf die Aus- und Fortbildung besonderes Augenmerk gelegt: Leistungsabzeichen wurden von allen Abteilungen abgelegt. Vier gemischte Gruppen mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren sicherten sich im Juni 2009 das Leistungsabzeichen in Bronze. Neben Sprechfunkausbildung, die Schlüsselqualifikation für weitere Ausbildungen innerhalb der Wehr ist, Truppführer- und Maschinistenlehrgängen nahm die Atemschutzausbildung einen großen Stellenwert ein. Der Umbau des Gerätehauses forderte die Wehr ebenfalls.

Die Stadt sei stolz auf die ehrenamtlichen Frauen und Männer der sieben Ortsteilwehren, die sich gerne weiterqualifizieren möchten, unterstrich Bürgermeister Norbert Brugger. Die Löffinger Feuerwehr erfahre nicht nur durch ihre Überlandhilfe große Wertschätzung über die Gemeindegrenzen hinaus. Er dankte für den persönlichen und nicht immer einfachen Einsatz der Aktiven. Die technische Ausstattung wurde durch die Anschaffung der Drehleiter wesentlich verbessert, wenn diese auch enorme Kosten von 950.000 Euro abzüglich des Zuschusses von 390.000 Euro verursachte. Wegbrechende Steuereinnahmen würden den Investitionsrahmen im kommenden Jahr um zwei Millionen verringern. Dennoch versuche man, im Haushalt 2010 die Anschaffung eines Gerätewagens zur Verbesserung der Logistik zu berücksichtigen und 2012 die technische Ausstattung durch ein neues Tanklöschfahrzeug (Kostenpunkt 320.000 Euro abzüglich eines zu erwartenden Zuschusses) zu ergänzen. Der Leiter der Löffinger Polizei, Ingo Hofmann, zollte der Wehr hohen Respekt. Den Einsatz beim letzten Brand in der Innenstadt bezeichnete er als mustergültig und lehrbuchreif.

Autor: Christa Maier