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14. Dezember 2010

Aktion gegen Sozialabbau

VdK-Ortsvorsitzender Gerd Turowski kritisiert Bundesregierung für Politik zu Lasten der Rentner.

  1. VdK-Vorsitzender Gerd Turowski im Gespräch mit Mitgliedern Foto: Paul Schleer

LÖRRACH-HAUINGEN. Bei der Adventsfeier des VdK Ortsverband Brombach-Haagen-Hauingen im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus stand im Mittelpunkt der Kahlschlag der Bundesregierung an den Schwächsten der Gesellschaft, den Rentnern und Hinterbliebenen. VdK-Ortsvorsitzender Gerd Turowski ging mit der Bundesregierung hart ins Gericht wegen ihre Sparpakets von 82 Millionen Euro.

Elterngeld, der Rentenbeitrag bei Hartz-IV-Bezieher und der Heizkostenzuschuss sollen wegfallen. "Konsequent wäre es, wenn die Bundesregierung an die Betroffenen wenigstens warme Decken und Pullover verteilen würde", sagte Turowski. Armutsrisiko und Altersarmut steigen ständig, ganze Bevölkerungsgruppen werden vom Rest der Gesellschaft abgehängt. "Solidarität, einst die Grundlage unserer Gesellschaft, ist zur leeren Worthülse verkommen". meinte Turowski. Die steigenden Gesundheitskosten würden nur den Arbeitnehmern, Rentnern und Hinterbliebenen aufgebürdet, die Arbeitgeber blieben außen vor. Rentennullrunden und Preissteigerungen beschleunigen den Kaufkraftverlust der Ruhestandseinkünfte. Die Bundesregierung kenne nur noch die Lobbygruppen Banken, Stromkonzerne und Pharmaindustrie mit ihren Milliardengewinnen und unterwerfe sich ihnen. Das Arzneimittelsparpaket sehe vor, so der VdK-Ortsvereinsvorsitzende weiter, dass die Medikamentenpreise noch mehr steigen, dabei habe Deutschland im internationalen Vergleich schon die höchsten. Turowski rief die Mitglieder dazu auf, die VdK-Aktion "Stoppt den Sozialabbau" kräftig zu unterstützen.

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Haagens Ortsvorsteher Wolfgang Krämer erklärte für seine Kollegen Günter Schlecht (Hauingen) und Lutz Schmiedlin (Brombach), die Politik und Wirtschaft müssten mehr Einsicht, Verständnis und Solidarität an den Tag legen. Er lobte die großen Verdienste des VdK in der Betreuung alter und benachteiligter Menschen.

Pastoralreferent Berthold Keßler von der katholischen Pfarrei St. Josef befasste sich mit dem "Unerwarteten" im Advent als erwartungsfroher Zeit. Es gelte wachsam zu sein. Jederzeit könne Jesus unerwartet in unser Leben eintreten, sagte der Theologe, Weihnachten sei dazu eine Aufforderung.

Werner Häffner, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Hauingen, betrachtete das Licht der Kerze, das Wärme und Frieden verbreite. Häffner verglich es mit einer Rettungskapsel und erinnerte an die Rettung der chilenischen Bergarbeiter nach dem Grubenunglück.

Autor: Paul Schleer