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13. Januar 2012

Amerika aus erster Hand

Im Programm "Rent an American" besuchten Studentinnen aus den USA die Neumattschule.

  1. Caren Garcia (links) und Hannah Stocker, zwei Studentinnen aus den USA, berichteten Neumattschülern von ihrem Land. Foto: Thomas Loisl Mink

LÖRRACH. Caren und Hannah kommen aus dem USA. Gestern, Donnerstag, besuchten sie die Neumattschule, um Schülerinnen und Schülern ihr Land vorzustellen und in ihrer Muttersprache mit den jungen Leuten zu reden. Diese hatten auch einige Fragen an die beiden Studentinnen.

Es ist viel lebendiger, wenn echte Amerikanerinnen von ihrem Land und dem Leben dort berichten, als wenn man nur theoretisch etwas darüber erfährt. "Rent an American" ist ein Projekt, das Studierende aus den USA in deutsche Klassenzimmer vermittelt. Es bietet eine authentische Lernsituation, in der die Schüler ganz praxisnah ihr Englisch anwenden und erproben können. Caren Garcia und Hannah Stocker studieren derzeit an der Uni Freiburg und machen an dem Projekt mit, in dessen Rahmen sie Schulklassen im ganzen südlichen Baden-Württemberg besuchen.

Die beiden stellten gestern in der Neumattschule in Lörrach die Vereinigten Staaten vor, und deckten dabei eine Bandbreite ab, die kaum größer sein könnte. Caren Garcia kommt aus El Paso, Texas, das ist direkt an der mexikanischen Grenze, und studiert in Austin, Texas, Politikwissenschaften und Deutsch. Hannah Stocker kommt aus White Lake bei Detroit, Michigan, an der Grenze zu Kanada. In Michigans Hauptstadt Ann Arbor studiert sie Chemie und Deutsch.

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Die Neumattschüler wollten wissen, wie das Wetter ist, dort wo die Studentinnen herkommen, und das ist denkbar unterschiedlich. In El Paso ist es sonnig und heiß, im Sommer hat es oft 38 Grad Celsius, im Winter nie unter Null. In Michigan erreicht die Temperatur im Sommer vielleicht mal 30 Grad, im Winter oft minus 15, manchmal minus 30. Und weil Michigan an den großen Seen liegt, schneit es im Winter viel, nördlich von Hannahs Wohnort manchmal sogar meterhoch. "Dort haben sie Türen in den Dächern, weil sie anders im Winter oft nicht aus ihren Häusern kommen", erzählte sie. Auch sonst gibt es Unterschiede: Detroit ist die gefährlichste Stadt in den USA, El Paso die sicherste.

Die Studentinnen erklärten, dass jeder der 50 Sterne der amerikanischen Flagge für einen Bundesstaat steht, die Streifen symbolisieren die ehemaligen Kolonien. Sie zeigten auch Fotos von amerikanischen Popmusikern. Justin Bieber und Beyoncé erkannten die Neumattschüler sofort, Bob Dylan war den 14-Jährigen kein Begriff. Die Schüler wollten von den Amerikanerinnen wissen, ob sie auch deutsche Musik hören. Clueso mögen die beiden, Caren hört aber auch sehr gerne klassische Musik aus Deutschland, Bach oder Beethoven. Die Botschafterinnen ihres Heimatlandes beantworteten Fragen nach ihren Hobbies und zeigten Bilder von ihrer Familie und ihrer Universität, und so ging die Schuldstunde mit den amerikanischen Gästen ziemlich rasch vorbei.

Autor: Thomas Loisl Mink