Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

11. August 2015

An der Basis fehlt das Geld

Abgeordnetenbesuch beim Technischen Hilfswerk / Ortsverein Lörrach hat dringenden Erneuerungsbedarf seiner Fahrzeuge.

  1. Gruppenbild mit Abgeordneten: THW-Vertreter beim Treffen mit den Bundestagsabgeordneten Armin Schuster und Stephan Mayer (Fünfter und Sechster von rechts), dann der Lörracher Ortsbeauftragte Udo Rebell, Landeshelfersprecher Walter Nock und der THW-Geschäftsführer Brunhard Grothe (Freiburg). Foto: Nikolaus Trenz

LÖRRACH. Der Fahrzeugpark des Technischen Hilfswerks in Lörrach ist dringend erneuerungsbedürftig. In Schopfheim hat die Unterkunft des THW Sanierungsbedarf. In den Ortsvereinen des THW geht der größte Teil des Budgets für den Unterhalt der Liegenschaft und die Ersatzbeschaffung drauf und technische Hilfeleistungen, um die eigene Kasse aufzubessern, sind selten. Nicht nur bei diesen Themen wünschen sich die THWler im Kreis Unterstützung von der Politik.

"Es geht ganz schnell ums Geld", stellte Stephan Mayer beim Ortstermin im Lörracher THW-Heim fest. Hier machte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus Bayern am Montag auf einer Kreisbereisung mit dem lokalen Abgeordneten Armin Schuster (CDU) Station. Da Mayer auch Präsident der THW-Bundesvereinigung ist, hatten die THW-Vertreter einen kompetenten Gesprächspartner. Der wollte wissen, wo der Schuh drückt.

"Bei der Feuerwehr haben solche Fahrzeuge Museumsstatus, bei uns sind sie noch im Dienst", brachte der Lörracher Ortsbeauftragte Udo Rebell die Fahrzeugmisere auf den Punkt. Wenn’s geht, möchte man nicht noch drei und mehr Jahr auf die Neubeschaffung warten. Reparaturen und Wartung statt Einsätzen seien auch für die Aktiven nicht eben motivierend. Das leuchtete den Abgeordneten ebenso ein wie die leeren Kassen. Immerhin da sieht MdB Mayer den pekuniären Silberstreif am Horizont der bevorstehenden parlamentarischen Haushaltsplanberatung. 180 Millionen Euro stünden im Etat des Innenministeriums für das THW, da werde man sicher noch etwas (angestrebte Größenordnung zwei Millionen) draufpacken. Das wären dann pro Ortsverein rund 3000 Euro mehr, bei 14 000 Euro Jahresbudget für den laufenden Betrieb im Ortsverein Lörrach eine ganze Menge. Auch hinsichtlich des Reparaturbedarfs wurde schon gehandelt: Bundesweit wurden 23 Stellen für ein Prüfteam geschaffen, das in Dreiergruppen landauf landab Geräte und Fahrzeuge prüft und so die Ortsvereine entlastet. Stephan Mayer wollte aber nicht nur über Geld reden und es gab auch nicht nur Klagen. So hörten die Politiker, dass es die aktiven THWler in Lörrach mit ihren Arbeitgebern bei Freistellungen für Lehrgänge und Einsätze gut hätten. Mayer regte an, auch mal die Arbeitgeber dafür seitens des THWs zu würdigen.

Werbung


Dass man das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz attraktiver machen könne, waren sich alle einig. Der Abgeordnete denkt da auch an eine Novellierung des THW-Gesetzes, um diesem mehr Einsatzmöglichkeiten zu verschaffen. Dazu brauche man aber den Bundesrat. Armin Schuster möchte auch das nationale Katastrophenschutzziel neu beschrieben haben. Vorgeschlagen wurde auch, das Knowhow im THW für Entwicklungsarbeit im Katastrophenschutz zu nutzen, denn die Aufgaben würden sich – Stichwort Klimawandel – künftig verändern.

Zum Besuch gehörte auch das Dankeschön der Abgeordneten für das Engagement der Ehrenamtlichen im Technischen Hilfswerk.

Autor: Nikolaus Trenz