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07. Februar 2012 19:01 Uhr

Casting Show

Céline Huber über ihr Aus bei "Unser Star für Baku"

Céline Hubers Traum, Deutschland 2012 beim Eurovision Song Contest in Aserbaidschan zu vertreten, ist geplatzt. Nun überlegt die Lörracherin, warum sie ausgeschieden ist – und wie es mit ihrer Karriere als Sängerin weitergeht.

  1. Céline Huber Foto: dapd

Im Abstimmungscountdown scheiterte die Lörracherin knapp an Ornella de Santis aus Offenburg, der anderen Südbadenerin im Wettbewerb. "Ja, ich war am Montagabend enttäuscht", räumt Céline beim Telefonat am Dienstag ein. "Auszuscheiden war eine seltsame Situation. Ich war total aufgeregt und habe das erst nicht so ganz geschnallt." Trotzdem habe sie den Abend noch genießen können. Dass sie sich von den meisten verabschieden musste, sei das Schmerzhafteste. "Vom Kameramann bis zu Thomas D – die wachsen einem alle ans Herz", berichtet Céline. "Wir sind wirklich eine kleine Familie geworden." Natürlich wird die Lörracherin vorm Fernseher weiter mitfiebern. Wenn möglich, würde sie gerne Gast in der Finalshow sein.

Lag es am Song?

Woran es gelegen habe, dass sie den Einzug ins Viertelfinale nicht schaffte? "Da spielten viele Faktoren eine Rolle", meint Céline Huber. "Ich glaube, es hat wieder etwas mit der Songauswahl zu tun". Die Lörracherin hatte sich für "Russian Roulette" von Rihanna entschieden. Auch das Urteil von Juror Stefan Raab dürfte das Publikum beeinflusst haben, das bei der Casting Show über Weiterkommen oder Rauswurf entscheidet: Raab kritisierte, sie habe den zentralen Ton in der ersten Zeile des Refrains konsequent versemmelt.

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"Meine eigenen Songs sind halt ruhiger", erklärt sie, wieso sie wieder eine Coverversion gewählt hatte. "Mit der Jury waren wir uns einig, dass ich eines meiner Lieder erst in der nächsten Show singe, bei der jeder Kandidat zwei Mal auftritt. Es fuchst mich, dass ich das jetzt nicht mehr kann." Dem Publikum scheint ihre Musik zu gefallen: Célines "Wings of Love"-Video verzeichnet mittlerweile auf der Internetplattform Youtube mehr als 13 000 Zugriffe.



Dienstagmittag fuhr Céline zurück in die Heimat. Von dort kam schon am Montagabend viel Unterstützung. "Familie und Freunde sind stolz auf mich, dass ich es bis dahin geschafft habe", sagt die Sängerin und fügt, mehr in sich gekehrt, ein leises "war schön" hinzu. Da klingen Freude, Bedauern und Traurigkeit mit. Aber dann gewinnt der Optimismus die Oberhand: "Die glauben trotzdem alle noch an mich." Die Voicelab-Studentin sorgt sich denn auch nicht, nun auf dem Trockenen zu landen. Durch die Medienaufmerksamkeit sei Interesse an ihr da: "Da wird auf jeden Fall etwas kommen."

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Autor: Barbara Ruda