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18. Dezember 2009

Chanukka – Licht für die Freiheit

Lörracher Juden holten den großen Chanukka-Leuchter aus Basel.

LÖRRACH (ktz). In Luzern und in Basel auf dem Marktplatz wurde der große Leuchter seit dem 11. Dezember schon entzündet. Am Mittwoch stand er vor der Lörracher Synagoge. Bis zum 18. Dezember feiern die Juden Chanukka, ein Freudenfest und Freiheitsfest, wie der Lörracher Oberratsvorsitzende Wolfgang Fuhl sagte.

An Chanukka wird an die Tempelweihe 164 vor Chr. nach dem Sieg der Makkabäer über den Syrerkönig Antiochus IV. erinnert, der den Tempel entweiht und die Juden unterdrückt hatte. Am achtarmigen Chanukka-Leuchter wird jeden Abend ein Licht entzündet, das Licht dafür wird von der kleinen Diener-Kerze genommen, dem neunten Licht am Leuchter. Die Chanukkia, der Leuchter, soll vor der Türe stehen. Und weil die Lörracher Gemeinde noch keinen eigenen hat, lieh sie sich den von der orthodoxen jüdischen Organisation Chabad in Basel. Deren Rabbiner Zalman Wishedski entzündete die Lichter und sprach dazu ein Gebet zusammen mit dem Vorbeter der jüdischen Gemeinde Lörrach, Benito Gutmacher. Danach wurde auf dem Platz ein wenig gefeiert, bevor man sich – der Kälte wegen – in den Gemeindesaal zurückzog.

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Ein Fest der Freiheit sei Chanukka, so Wolfgang Fuhl, weil es an die Befreiung der Juden von der Fremdherrschaft der Syrer erinnere. Der Vorsitzende des Oberrates der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Baden betonte auch, dass nicht überall in der Welt Juden in Freiheit den Chanukka-Leuchter entzünden könnten.

Die Israelitische Kultusgemeinde (IGK) Lörrach hofft, dass sie bis zum nächsten Chanukka-Fest in einem Jahr einen eigenen achtarmigen Leuchter haben wird, der zum Stil der Synagoge passt und auf dem Umlauf im ersten Obergeschoss aufgestellt werden soll. Die Architekten Frank Hovenbitzer und Fritz Wilhelm versprachen am Rande der Feier am Mittwoch, sich der Sache anzunehmen.

Autor: ktz